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Erst Aerzen, bald Emmerthal – Aldi auf dem Rückzug

EMMERTHAL. Jetzt ist es offiziell: Aldi will nach Aerzen bald auch seine Emmerthaler Filiale schließen. Voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres, wie Gordon Timm Gattermann, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi von der zuständigen Regionalstelle in Rinteln, unserer Zeitung auf Nachfrage bestätigte.

2010 erweitert und modernisiert: der Aldi-Standort Emmerthal, der nun vor dem Aus steht. Foto: Wal
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Ein genauer Termin stehe noch nicht fest. Nach dem Aus für den Aldi-Standort Aerzen im Dezember 2016 hatte im Januar auch in der Nachbargemeinde Emmerthal die Gerüchteküche gebrodelt, dass dort der Discounter schließen könnte. Damals wollte Gattermann noch keine Stellungnahme abgeben.

Ohne Zahlen preisgeben zu wollen, nannte er die wirtschaftliche Entwicklung in Emmerthal ebenfalls als ausschlaggebend für die Unternehmensentscheidung. Weiterer Grund sei die fehlende Zukunftsfähigkeit des Standortes auf dem Gelände des Einkaufszentrums in Kirchohsen. Dabei hatte Aldi dort erst im Jahr 2010 den Markt vergrößert und modernisiert.

Gattermann bestätigte, dass vor einigen Jahren durchaus Alternativen geprüft und auch im Emmerthaler Rathaus vorgestellt worden seien. „Leider konnte man sich dort eine Neuausrichtung nicht vorstellen“, sagt der Aldi-Vertreter. In den politischen Beratungen waren bekanntlich in der Vergangenheit Wünsche, einen Standort direkt an einer Straße zu finden. Mal aus Gründen der städtebaulichen Entwicklung, im anderen Fall mit der Sorge, nicht das vorhandene Einkaufszentrum auseinanderreißen zu wollen, seien die Wünsche damals mit einhelliger politischer Meinung abgelehnt worden, hatte Bürgermeister Andreas Grossmann bereits zu Jahresbeginn gesagt. Derzeit gebe es keinen Standort in Emmerthal, der dem Unternehmenskonzept von Aldi entsprechen würde.

Ob sich der Discounter nun aus der Fläche und damit aus der ländlichen Region zurückziehe? So direkt will Gattermann das nicht sehen. Er verweist aber auf die Neuausrichtung des Unternehmens, die eine gewisse Größe der Standorte vorsehe. Das setze ein gewisses Kundenpotenzial auch aus dem Umland voraus. Gattermann verweist auf den modernisierten und erweiterten Aldi am Multimarkt in Hameln und zieht den Vergleich zu den Standorten Aerzen und Emmerthal – „da sind ja schon deutliche Unterschiede“. cb

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