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„Entwurf berücksichtigt Belastungen der Bürger“

Erlass stärkt Maststall-Gegner

Aerzen. Die Bürgerinitiative gegen die geplanten Hähnchenmastställe für fast 80 000 Tiere in Dehrenberg begrüßt die Vorschläge der rot-grünen Landesregierung für schärfere Auflagen bei der Massentierhaltung. „Der neue Entwurf berücksichtigt endlich die Belastung der Anwohner und wird den Landkreis hoffentlich veranlassen, bei den von der Agrarindustrie gesponserten Gutachten bezüglich der Keimausbreitung genauer hinzusehen“, erklärt Dr. Ludger Frieler, Sprecher der Maststall-Gegner.

veröffentlicht am 28.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 18:21 Uhr

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Dem Runderlass des Umwelt-, des Landwirtschafts- und des Sozialministeriums zufolge sind ab sofort in den Genehmigungsverfahren für Schweine- und auch für Geflügelhaltungsanlagen Sachverständigengutachten zu Bioaerosolemissionen zu fordern, sofern bestimmte Kriterien erfüllt sind. Bei den Emissionen handelt es sich um biologisch aktive, luftgetragene Aerosole aus Bakterien, Viren, Pilzen und deren Stoffwechsel- oder Zerfallsprodukten. Im Rahmen dieser Gutachten sind die gesundheitlichen Risiken durch Bioaerosolemissionen zu bewerten und durch geeignete Maßnahmen zu minimieren. Dies betrifft bereits Anlagen mit mehr als 30 000 Mastgeflügelplätzen.

Der Landkreis als Genehmigungsbehörde hat sich schon mit dem Erlass befasst. Sollten die Ställe genehmigt werden, sei der Genehmigungsbescheid mit einer Auflage zu versehen, so die Behörde. Danach müsse sichergestellt werden, die Voraussetzungen zu schaffen, um den nachträglichen Einbau einer Abluftreinigungsanlage zu ermöglichen, erläuterte die Sprecherin des Landkreises, Sandra Lummitsch.

Dr. Frieler bezeichnet es als erstaunlich, dass das dem Landkreis vorliegende Gutachten zumindest von zwei Behörden „offenbar durchgewunken wurde“. „Und das bei einer Doppelbelastung der Anwohner Dehrenbergs durch die Schweinemast mitten im Ort und der geplanten Hühnermast 300 Meter entfernt“, beklagt der Sprecher der Initiative. cb



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