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Wandersmannseiche ist inzwischen für viele Einwohner ein Begriff

Erinnerungen an Auswanderer

Aerzen (sbr). Wanders-mannseiche entwickelt sich langsam, aber stetig zu einer festen Institution innerhalb Aerzens. Von den Besuchern, die den Blick vom Schierholzberg aus über den Ort und das Umland schweifen lassen, ahnen vielleicht die wenigsten, dass dieser Ort in den frühen 1950er Jahren umgeben von hohen Bäumen mitten im Wald lag, einigen damaligen „Kindern von Meyersdorf“ als Abenteuerspielplatz diente und darin der Ursprung des heutigen Platzes zu suchen ist. Hätten hier unter der Eiche die Freunde Erich Schütte und Gustav Wissel nicht das kleine alltägliche Abenteuer gesucht, hätte Aerzen diesen herrlichen Aussichtsplatz nie erhalten.

veröffentlicht am 17.09.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 05:21 Uhr

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Auf eine lange Tradition kann der zum Teil mit Mergel befestigte Platz mitsamt Hinweistafel und Flaggenparade, Sitzgelegenheiten und einer Schutzhütte noch gar nicht zurückblicken. Innerhalb der vergangenen elf Jahre hat der Freundeskreis Wandersmannseiche um den Australienauswanderer Erich Schütte und seinen Jugendfreund Gustav Wissel mit Hilfe von zahlreichen Unterstützern einen beliebten Anlaufpunkt für Wanderer geschaffen, indem sie Jahr für Jahr für eine bessere Ausstattung und Pflege des Platzes sorgten. Dies geschah übrigens immer in enger Absprache mit der zuständigen Groß Berkeler Forst, wie Gustav Wissel betont.

Die grandiose Aussicht über das Humme- und Grießetal allerdings hat „Wandersmannseiche“ nicht dem aktiven Freundeskreis, sondern dem verheerenden Sturm „Kyrill“ und seinen Folgen zu verdanken, der den Baumbestand unterhalb des Platzes so stark in Mitleidenschaft zog, dass die Forst gezwungen war, den kompletten Bereich aufzuforsten. Einmal im Jahr treffen sich die Freunde der Wandermannseiche auf dem Berg, um das Wiedersehen mit Ausgewanderten und Daheimgebliebenen zu feiern. In diesem Jahr konnte Gustav Wissel keine Auswanderer begrüßen, wie er sehr bedauert. Dennoch ließen es sich einige ehemalige „Kinder aus Meyersdorf“ nicht nehmen, aus dem Emsland oder Hameln und Emmerthal nach Aerzen zu kommen, um ihre Spielkameraden von damals wiederzusehen. In Gedanken waren die Freunde im Ausland dabei. „Leider sind von den 37 Ausgewanderten, an die mit Hinweistafeln auf den Holzbänken erinnert wird, bereits 14 verstorben und zehn recht alt oder erkrankt, sodass sie die zum Teil sehr weite Reise nach Deutschland nicht mehr auf sich nehmen können“, erklärt Gustav Wissel vor über 50 Gästen, dem sich die traditionelle Übermittlung der vielen Grüße aus Übersee anschloss. Für die zwölfte Feier unter der Wandersmannseiche am 31. August 2013 erwartet der Organisator des Treffens wieder ausländischen Besuch. „Zwei bis drei Ausgewanderte haben bereits jetzt ihr Kommen in Aussicht gestellt“, weiß Wissel.



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