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Klimaschutzagentur stellt Bericht für 18 Gebäude der Gemeinde vor / Wann Investitionen sich rechnen

Energiesparen schont Aerzens Finanzen

AERZEN. Dass sich Energiesparen bezahlt macht und in barer Münze rechnet, das verdeutlichte Mareike Behrens von der Klimaschutzagentur Weserbergland den Aerzener Politikern. Die Agentur stellte Vergleiche für 18 Gebäude der Gemeinde vor - der Strom- und Wärmeverbrauch gehe zurück. Und das spart Geld.

veröffentlicht am 25.10.2017 um 16:27 Uhr

Der Stromverbrauch sinkt laut Agentur innerhalb von drei Jahren um vier, der Wärmeverbrauch um zehn Prozent. Foto: dpa
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Bei den 18 regelmäßig untersuchten Gebäuden im Besitz der Gemeinde sei der Wärmeverbrauch witterungsbereinigt innerhalb von drei Jahren um zehn Prozent reduziert worden. „Das ist schon ganz gut“, meinte die für das kommunale Energiemanagement zuständige Mitarbeiterin im Fachausschuss. „Fallende Tendenz“ auch beim Strom – dort sei der Verbrauch in diesem Zeitraum um vier Prozent gesunken.

Ob Schulen, Dorfgemeinschaftshäuser oder Bäder, Rathaus oder Domänenburg – bei 18 Immobilien liefert die Gemeinde der Agentur regelmäßig die Verbrauchswerte für Wärme, Strom und Wasser. Sie werden von der Agentur ausgewertet und zu einem jährlichen Energiebericht – für 2016 in allen Details auf 99 Seiten – zusammengefasst. Da könne schon einmal frühzeitig ein Wasserrohrbruch erkannt werden, wie Kämmerer Claus Henke als Beispiel nannte. Immer wieder gelte es auch bei anderen Werten gegenzusteuern. Dazu seien die Mitarbeiter der Klimaschutzagentur regelmäßig vor Ort, schulen und sensibilisieren Hausmeister, warten beispielsweise Heizungsanlagen für einen effizienten Einsatz, unterbreiten gleichzeitig Vorschläge, wie durch gezielte Investitionen langfristig noch mehr Geld gespart werden könnte, für die Fördermöglichkeiten aufgezeigt werden, wie Behrens erläuterte.

Das machte sie in der Sitzung an konkreten Beispielen deutlich. Im jüngsten Energiebericht nimmt die Agentur die Heizungsanlagen unter die Lupe. Sie schlägt vor, in den Immobilien in sparsame Hocheffizienzpumpen zu investieren. Kosten: rund 51 500 Euro – abzüglich von Fördergeldern ein Eigenanteil der Gemeinde in Höhe von etwa 38 500 Euro. Schon nach viereinhalb Jahren hätte sich die Investition ausgezahlt, so dass anschließend die Gemeinde jährlich etwa 8500 Euro spare. Dringend zu empfehlen, heißt es. Wichtig bleibe es, Konzepte für eine strategische Modernisierung der Technik im Blick zu behalten statt kleinerer Baustellen, sagte die Expertin. Dazu zähle sie auch das Dorfgemeinschaftshaus mit Feuerwehr in Grießem und die Sporthalle Reher, für die sie konkrete Ziele nannte.

Mit Blick auf die CO2-Emissionen verwies Kämmerer Henke darauf, dass die Gemeinde klimaneutral Ökostrom beziehe und die Nahwärmeversorgung teilweise durch Biogas erfolge.

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