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Bauarbeiten an der Ortsdurchfahrt / Zentraler Platz am Schulzentrum: Funktional, aber nicht unumstritten

Endspurt an den Bushaltestellen

Aerzen. Bauarbeiten an den Bushaltestellen bestimmen derzeit das Bild in Aerzen. Während es deshalb zuletzt wiederholt Verkehrsbehinderungen in der Ortsdurchfahrt wegen der Arbeiten nahe der Sparkasse gab, sind die Firmen am Busbahnhof in unmittelbarer Nachbarschaft zum Schulzentrum und zur Domänenburg bereits längst abgerückt. Nur die Mastleuchten müssen am Parkplatz noch montiert werden. Die Busse rollen die Haltestelle allerdings bereits seit dem Ende der Herbstferien an. Auch der Rasen sprießt bereits auf der vergrößerten und mit zehn neuen Bäumen bepflanzten Verkehrsinsel.

veröffentlicht am 13.12.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 03:21 Uhr

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Allerdings: Auch Kritik keimt bei Einwohnern auf. Während die Gemeinde im Umfeld das Ambiente des Altdorfes durch besondere Pflasterung aufwertete, setzte der Landkreis als Bauherr für die Bushaltestelle auf Beton-Optik – und das ausgerechnet im Blickfeld zur denkmalgeschützten Domänenburg. Doch bereits im Vorfeld hatte Christian Philippi vom Hochbauamt des Landkreises erklärt, dass der neue Busbahnhof aus Beton gefertigt werde, was die Tragfähigkeit wesentlich erhöhe und heute bei Haltestellen ein gängiges Verfahren sei. Busse weisen eine hohe Achslast auf, und wenn sie dann noch wie in Aerzen in Kurven fahren müssen, führt das zu Verwerfungen und Spurrillen bei Pflaster- und Asphaltdecken, erläuterte der Fachmann damals.

Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner freut sich hingegen, dass nach 30 Jahren der alte Busbahnhof, der weder von der Funktionalität noch von der Optik besonders reizvoll gewesen sei, durch einen modernen und zweckmäßigen Neubau ersetzt wurde. „Und das, ohne dass die Gemeinde Aerzen dabei finanziell belastet wurde“, erklärt der Bürgermeister. Denn der Busbahnhof liegt auf kreiseigenem Gelände.

Bereits nach Vorlage der ersten Ausschreibungsergebnisse war erkennbar, dass der ermittelte Kostenrahmen in Höhe von 375 000 Euro nicht ausreichen würde, sodass weitere Mittel vom Kreisausschuss in Höhe von 29 432 Euro bereitgestellt wurden. Der Kostenrahmen belief sich somit auf 405 000 Euro. Hiervon werden aus dem ÖPNV-Konjunkturprogramm des Landes 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten übernommen. Die Differenz wird überwiegend aus ÖPNV-Fördermitteln des Landkreises bezuschusst. Ein nicht förderfähiger Restbetrag ist vom Landkreis zu tragen.

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„Der bei der Landesnahverkehrsgesellschaft gestellte Nachtrag zur Bereitstellung weiterer Haushaltsmittel in Folge der Kostenerhöhung ist positiv beschieden worden. Das heißt, der Eigenanteil des Landkreises in Höhe von 32 419 Euro erhöht sich nicht“, teilte Landkreissprecherin Sandra Lummitsch mit.

Doch mit dem Abschluss der Renovierungsarbeiten am Busbahnhof ist das Thema Bushaltestellen in Aerzen noch lange nicht abgearbeitet. Nachdem in den vergangenen Wochen die Umgestaltung der Bushaltestelle „Kirche“ in Richtung Hameln gegenüber der ehemaligen Brotfabrik mit einer zusätzlichen Ampelregelung wiederholt für Verkehrsbehinderungen gesorgt hat, können die Autos bald wieder ungehindert rollen. Im neuen Jahr wird dann die Haltestelle in Richtung Grießem in unmittelbarer Nähe zur Marienkirche in Angriff genommen. Beide Arbeiten erfolgen noch im Zuge des Haltestellenausbauprogramms, das durch das „ÖPNV-Konjunkturprogramm 2010-2014 des Landes Niedersachsen“ gefördert wird. Bei beiden Haltestellen „Kirche“ sowohl in Richtung Grießem als auch gen Hameln, die zusammen als ein Antrag gelten, werden die jeweiligen Buchten in Hinblick auf ein Niederflurbord ausgebaut und mit einem Blindenleitstreifen versehen. sbr

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