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Emmerthaler Touristiker erheben Einwände

Emmerthal. Aus Sorge vor den negativen Auswirkungen auf den Tourismus sieht der Verkehrsverein Emmerthal die Windkraftplanungen in seinem Gemeindegebiet sehr kritisch. Dabei geht es um Überlegungen für weitere Anlagen im Bereich Börry, Lüntorf und Kirchohsen/Grohnde. In einer Stellungnahme an die Gemeindeverwaltung warnt der Vorstand des Vereins, der die Beherbergungsbetriebe vertritt, vor den Risiken weiterer Windräder in Zusammenhang mit den Planungen für die Stromtrasse Suedlink und den zusätzlichen Güterzugverkehr. „Wie können unter dem Eindruck dieser Lebensraumbelastung überhaupt noch potenzielle Besucher unserer Gemeinde gewonnen werden?“, heißt es in dem Schreiben des Vorsitzenden Friedrich-Wilhelm Sander und seines Stellvertreters Hans Witte. „Die immer stärker voranschreitende Technisierung einer ehemals einigermaßen intakten Naturlandschaft zerstört auch die Ästhetik dieser Landschaft“, meint der Verkehrsverein. „Alle diese Auswirkungen stehen in einem massiven Gegensatz zu den Zielen des Verkehrsvereins; denn nur eine intakte Landschaft und eine an den Menschen sich orientierende Infrastruktur dieser Landschaft garantiert den hiesigen Bewohnern und den touristischen Besuchern eine menschlich angemessene Lebensweise.“

veröffentlicht am 08.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 20:41 Uhr

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Im Wesentlichen fordert der Verkehrsverein in seiner Stellungnahme „den kleinstmöglichen Flächenverbrauch bei der notwendigen Erfüllung der rechtlich vorgegebenen Bedingungen“ für weitere Anlagen. „Und dies erst recht, solange die Effektivität der Windanlagen an bestimmten Standorten in unserer Region überhaupt noch nicht endgültig geklärt ist“, schreiben sie unter Hinweis auf die Fläche zwischen Grohnde und Kirchohsen.

Der Verkehrsverein erinnert an die Bemühungen, den Anschluss der Gemeinde Emmerthal an das Touristikzentrum Westliches Weserbergland zu erreichen. Es wäre kontraproduktiv, dieses Engagement nun aufs Spiel zu setzen. „Darum fragen wir uns“, schreiben Sander und Witte: „Wofür ist dieser organisatorische und finanzielle Aufwand überhaupt geleistet worden?“ cb



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