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„Wissenschaftsallianz“ soll Forschung an Wasserstoff vernetzen

Emmerthaler Forscher widmen sich Speichertechnologie

HANNOVER/EMMERTHAL. Das Land Niedersachsen will die Forschung an Wasserstoff-Technologien für einen höheren Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung stärker vernetzen. Dazu stellte Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) am Mittwoch eine neue „Wissenschaftsallianz“ vor, die auch finanziell gefördert werden soll. „Als Bundesland mit der höchsten Produktion regenerativer Energien will Niedersachsen den nächsten Schritt gehen“, erklärte Thümler in Hannover. Es sei sinnvoll, Kompetenzen in der Entwicklung „grüner“ Speichertechnik zu bündeln.

veröffentlicht am 19.09.2019 um 12:37 Uhr

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Federführend in dem Verbund ist das Energieforschungszentrum Niedersachsen (EFZN). Außerdem beteiligen sich die Unis Braunschweig, Clausthal, Hannover und Oldenburg. Mit dabei sind auch die Jade-Hochschule, das DLR-Institut für Vernetzte Energiesysteme in Oldenburg, das Fraunhofer-Heinrich-Hertz-Institut Goslar, das Institut für Solarenergieforschung in Emmerthal und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig.

Wasserstoff gilt als effizientes Speichermedium. Von Natur aus kommt Wasserstoff nur in gebundener Form vor, etwa in Wasser oder Erdgas. Um das farblose chemische Element aus dieser Bindung abzuspalten, ist Energie notwendig. Um „grünen“ – also umweltfreundlichen – Wasserstoff zu erzeugen, werden für diesen Prozess regenerative Energien wie Solar­ oder Windenergie verwendet. Der Ökostrom wird für die Wasserelektrolyse genutzt.

„Die Wissenschaftsallianz und auch die in Aussicht gestellte Förderung kommen gerade zum rechten Zeitpunkt“, sagte EFZN-Forschungsleiter Richard Hanke-Rauschenbach. Damit könne „das künftig sehr wichtige Thema Wasserstoff prioritär“ behandelt werden. Auch „Innovationslabore“ mit der Wirtschaft sind geplant – sie sollen 6,5 Millionen Euro an Förderung erhalten.

Umweltminister Olaf Lies (SPD) sieht grünen Wasserstoff „als Schlüsselindustrie in Niedersachsen“. Die Nutzung der Technik soll im großen Maßstab vorankommen. Zusammen mit Wirtschaftsminister Bernd Althusmann (CDU) hatte er am Dienstag vom Bund ein Konzept zum Aufbau einer bundesweiten klimaneutralen Wasserstoffwirtschaft gefordert.dpa



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