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Debatte um Schulschließung: Vertreter der Landesschulbehörde steht Freitag Rede und Antwort

Eltern wollen noch einen Trumpf ausspielen

Emmerthal/Grohnde (cb). Die Grohnder Eltern schalten nun die Landesschulbehörde ein, um von dort argumentative Rückendeckung zu bekommen. Maren Stelzer-Metje, Vorsitzende der Elternvertretung, will auf diese Weise die Kommunalpolitik an ihre früheren Vorschläge erinnern, nach denen die Grundschulen Grohnde und Amelgatzen als Außenstellen der Schule in

veröffentlicht am 08.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:21 Uhr

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Kirchohsen eine Zukunft haben könnten. Die Politik hatte von diesem Modell Abstand genommen, weil die Landesschulbehörde dies nicht befürwortet habe.

„Die Behörde möchte aber nicht den Schwarzen Peter zugeschoben bekommen“, so Maren Stelzer-Metje, die über die Landtagsabgeordnete Ursula Körtner einen kompetenten Gesprächspartner vermittelt bekommen hat. Mit Dr. Christian Zachlod kommt an diesem Freitag der persönliche Referent des Präsidenten der Landesschulbehörde nach Emmerthal, um zur von der Schließung bedrohten Grohnder Grundschule Rede und Antwort zu stehen.

Das kündigte Maren Stelzer-Metje im Ortsrat an, dem sie selbst für die CDU angehört. Bei der Sitzung kamen noch einmal alle Argumente auf den Tisch, wobei die Meinungen auch innerhalb beider Parteien mit ihren Vertretern aus Lüntorf und Grohnde auseinandergehen. Ihren Zwiespalt machte besonders Ortsbürgermeisterin Rita Bode (SPD) deutlich, die ihren Spagat zwischen Wunsch und Wirklichkeit wiederholte. Sie sprach von schwerwiegenden Gründen, die letztendlich dazu geführt hätten, sich für die Schließung auszusprechen. „Fakt ist: Es gibt immer weniger Kinder“, meinte sie. „Davor dürfen wir unsere Augen nicht verschließen.“

Erneut ergriffen zahlreiche Eltern das Wort. Sie kritisierten, dass das Ergebnis der Elternbefragung mit einem überwiegenden Votum zum Erhalt der Schule nicht ausreichend berücksichtigt worden sei. Außerdem warfen sie Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) vor, sich in seinem Wahlkampf für den Erhalt der kleinen Grundschulen ausgesprochen zu haben, sich nun aber von seinen früheren Versprechen verabschiedet zu haben.

Zwar wies er den Vorwurf zurück, doch meinte Grossmann an anderer Stelle, dass eine Meinung unter neuen Bedingungen auch anders ausfallen könne, obwohl sich an seiner grundsätzlichen Haltung nichts geändert habe. Er verwies darauf, dass von ihm der Vorschlag mit den Filialschulen gekommen sei. Was ihm in der Diskussion zu kurz komme: „Was ist für die Kinder das Beste?“ Künftig könnte die Situation entstehen, dass vier Jahrgänge in Grohnde in einer Klasse unterrichtet werden müssten. Es sei pädagogisch nicht zu leisten, die Kinder dann auf weiterführende Schulen vorzubereiten, so Grossmann. Dies würde aber den bisherigen Erfahrungen widersprechen, meinte Maren Stelzer-Metje. Bislang seien den Kindern aus Grohnde ähnliche, teilweise sogar bessere Leistungen an den weiterführenden Schulen bescheinigt worden, meinte sie.

Dem Vorschlag, die weiteren Schritte zur Schulschließung im nächsten Jahr vorzubereiten, folgten zwei Ortsratsmitglieder bei jeweils zwei Enthaltungen und Neinstimmen.

Noch ist die Zeit für die Grohnder Grundschule nicht abgelaufen, wie Elternvorsitzende Maren Stelzer-Metje hofft. Sie spekuliert nun auf neue Argumente der Landesschulbehörde.

Foto: ubo



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