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70 km/h-Zone für Reinerbeck-Duensen gefordert

Einwohner erhöhen den Druck

REINERBECK. Die Strecke ist abschüssig, kurvenreich und unübersichtlich. Aus diesem Grund fordern die Einwohner Duensens und Reinerbecks seit langem, die zulässige Höchstgeschwindigkeit auf der Kreisstraße 36 zwischen der lippischen Landesgrenze und dem Ortseingang Reinerbeck auf 70 km/h zu beschränken.

veröffentlicht am 02.05.2018 um 11:26 Uhr
aktualisiert am 02.05.2018 um 16:00 Uhr

Unübersichtliche steile Einmündungen, ungesicherte Bushaltestellen und das Nichtvorhandensein eines Rad- und Fußweges – mit diesen Fakten untermauern die Anwohner Reinerbecks und Duensens ihre Forderung nach einer 70-Zone. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Wieder einmal hatte es diese Forderung auf die Tagesordnung der Ortsratssitzung geschafft und für verstärktes Bürgerinteresse gesorgt.

Zum Hintergrund: Der Weiler Duensen liegt etwas außerhalb von Reinerbeck, unterhalb der Kreisstraße, ist nicht besonders groß, beheimatet allerdings vier landwirtschaftliche Betriebe, die zum Teil im Vollerwerb bewirtschaftet werden. Damit die Anwohner und der landwirtschaftliche Verkehr auf die Kreisstraße gelangen können, müssen sie eine von zwei steilen Auffahrten nutzen. Während die Auffahrt mit der geringeren Steigung in einem sehr unübersichtlichen Bereich auf die Kreisstraße mündet, ist die Steigung an der übersichtlicheren Stelle deutlich größer.

Das sei nur einer von vielen Gefahrenpunkten auf der vier Kilometer langen Gefällestrecke, meint Anwohner Carsten Strasdat und belegte dies mit Fakten: „Verkehrsmessungen haben ergeben, dass auf der Strecke der traurige Spitzenwert von 180 km/h ermittelt wurde. Erst im vergangenen Jahr hat es in diesem Bereich einen Verkehrsunfall während des Erntefestes gegeben, bei dem unter anderem auch nicht angepasste Geschwindigkeit eine Rolle spielte“, zählte der Reinerbecker auf.

„Dazu kommen die besonders für den langsam fahrenden landwirtschaftlichen Verkehr unsicheren Ausfahrten.

Darüber hinaus sind weder die beiden Bushaltestellen entlang der Strecke in irgendeiner Form gesichert, noch ein Fuß- beziehungsweise Radweg vorhanden“, listet der Aerzener Ratsherr weitere Gefahrenpunkte auf.

In unmittelbarer Nähe zum Ortsrand befinden sich darüber hinaus außerorts die Fischzucht, innerorts das Dorfgemeinschaftshaus sowie ein Reiterhof, die bei Veranstaltungen und am Wochenende besonders frequentiert werden. „Bereits vor über zehn Jahren gab es einen Ortstermin mit den zuständigen Behörden, der für die Anwohner leider nicht zum Ziel geführt hat“, bedauert Carsten Strasdat. Allerdings, so seine Hoffnung, hat sich in den vergangenen Jahren einiges geändert, wodurch die aktuelle Situation von Seiten der Behörden anders bewertet werden könnte. Als Beispiele führte er neben den schon erwähnten Fakten das höhere Verkehrsaufkommen in den letzen Jahren, Sichtbehinderungen durch hohen Bewuchs auf den angrenzenden Felder und die steigende Zahl von Wildunfällen in dem Bereich an. Kommunale Verkehrsmessungen hatten 2017 ergeben, dass neben dem erwähnten traurigen Spitzenwert 13 Prozent der Fahrzeuge, die in Richtung Lippe fahrend die Steigungsstrecke passierten, schneller als zulässig unterwegs waren. „Aus Richtung Lippe kommend sind es sogar 21 Prozent der Fahrzeuge – vermutlich aufgrund des Gefälles auf der Strecke“, so Strasdat.



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