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Mit der Gehhilfe problemlos in den Bus: Rollatortraining zeigt, wie es geht

Einsteigen bitte

Emmerthal. Plötzlich ist Mann (oder Frau) auf einen Rollator angewiesen. Aber der richtige Umgang mit diesem Requisit muss erst einmal gelernt werden. „Und das war doch gar nicht so schwierig“, erzählt die 78-jährige Seniorin Gertrude Brockmann aus Börry. Frau Brockmann fährt zwar gelegentlich noch selbst mit ihrem Auto, aber sie merkt, dass der Rücken nicht mehr mitspielt, und ist seit zirka sechs Wochen auf einen Rollator angewiesen. „Die Spaziergänge durch unseren Ort und in unser Museum werden für mich ohne dieses Hilfsmittel mehr und mehr zu Last“, berichtet Gertrude Brockmann. Sie war eine von 25 Teilnehmern, die beim Emmerthaler Rollatortraining für Senioren dabei war.

veröffentlicht am 09.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 05:41 Uhr

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Autor:

Günther Muhr
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Emmerthals Seniorenbeiratsvorsitzende Ilse Niehoff – „die Frau hat richtig Power“, urteilt Emmerthals Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) – hatte in enger Zusammenarbeit mit den Öffis und der Polizeiinspektion Hameln ein theoretisches und praktisches Rollatortraining ins Leben gerufen. „Beide Veranstaltungen, die wir im Emmerschen Dorfgemeinschaftshaus ausgerichtet haben, waren sehr gut besucht“, bilanziert Ilse Niehoff.

Beim praktischen Teil, der in Emmern durchgeführt wurde, stellten die Öffis kostenlos einen absenkbaren Bus samt Fahrerin sowie Ausbildungs- und Lehrfahrer David Witte in den Dienst des guten Zweckes. Polizeihauptkommissar Andreas Hinz checkte zunächst einmal die Rollatoren, stellte sie auf die richtige Größe ein und gab nützliche Tipps zum sicheren Umgang mit den rollenden Gehhilfen. Und danach ging es mit dem Bus quer durch Emmern und Kirchohsen. „Ein- und Aussteigen leichtgemacht, das war heute eine richtig tolle Erfahrung für uns alle“, so Ilse Niehoff.

Ein gelungener Nachmittag für alle beteiligten Emmerthaler Senioren, so die vorherrschende Meinung – und sie wurden sogar kostenlos mit dem Emmerthaler Marktbus, gesteuert von Ernst Liebig, aus dem Kernbereich, aus Grohnde und aus dem Ilsetal abgeholt und auch wieder nach Hause gefahren. „Ich habe heute was dazugelernt“, sagt Gertrude Brockmann aus Börry. „Aber solange ich noch Auto fahren darf, mache ich das auch“, ergänzt sie. Was für die Seniorin besonders wichtig war: Sie hat gelernt, wie man mit einem kleinen Handgriff den Rollator auf die Hälfte der Breite verkürzt – und ihn so im Kofferraum ihres Kleinwagens ohne Probleme verstauen kann.

Gertrude Brockmann aus Börry lernt das fachgerechte Einsteigen mit ihrem Rollator in den Linienbus.gm



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