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Vielbefahrene Bundesstraße: Linksabbieger haben es schwer / Gespräche mit Landesbehörde

Einsicht für schwierige Verkehrslage – Hoffnung auf Ampel

GROSS BERKEL. Kaum ein Thema sorgt in Groß Berkel für so kontroverse Dauerdebatten wie der Verkehr – von der Parksituation über Tempo 30 bis zur Umgehungsstraße. Zumindest in einem Punkt könnte der Stillstand überwunden sein: Die Behörden nehmen die Probleme an der Zufahrt Dibbetweg von Königsförde aus kommend in den Blick, wo die Fahrzeuge nur mit Mühe nach links auf die Bundesstraße abbiegen können, deshalb gleichzeitig oft ein Rückstau erfolgt.

veröffentlicht am 06.12.2018 um 13:55 Uhr
aktualisiert am 06.12.2018 um 20:30 Uhr

Wo findet sich eine Lücke? Wer vom Dibbetweg auf die Bundesstraße fahren will, benötigt oft sehr viel Geduld. Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr habe zugesagt, mit der Messungsmethode von Zählplatten aktuellere Daten zu erfassen, berichtet Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock. Das ist das Ergebnis seines Gespräches mit Markus Brockmann, Hamelner Geschäftsbereichsleiter der Behörde. Sollten die Zahlen es dann hergeben, könnte über eine Ampel nachgedacht werden. „Für mich ist das eine gute Nachricht“, wertet Wittrock die Entwicklung positiv.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Gemeinde diesen Punkt ins Gespräch brachte. Grund: Regelmäßig befassen sich die Groß Berkeler Politiker mit dem Thema. Und kaum eine Sitzung des Ortsrates vergeht, ohne dass Einwohner diesen Missstand zur Sprache bringen und auf eine Lösung drängen. Einer von ihnen ist Dieter Schirmag, der in der Nähe wohnt. Auch auf Nachfrage erklärte er erneut die Problematik, die zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen vor seinem Wohn- und Geschäftshaus am Kastanienweg führe. Immer mehr Pendler entdeckten diesen Schleichweg an der Parallelstraße – mit kuriosen Situationen. Bei zu langer Wartezeit steige dann jemand aus dem Auto aus, um dort auf die Fußgängerampel an der B 1 zu drücken und so eine Lücke in den Fahrzeugkolonnen zu ermöglichen. „Kein Einzelfall – nahezu täglich“, bekräftigt Schirmag. Nur derzeit sei es etwas ruhiger, weil die Lipper wegen der Baustelle zwischen Extertal und Grupenhagen eine andere Route wählten. Das sei aber in Kürze wieder anders. Hinzu komme, dass ein weiteres Baugebiet im nächsten Jahr erschlossen werde und später für zusätzlichen Verkehr sorge, meint Schirmag.

Bei früheren Gesprächen mit der Landesbehörde war die Gemeinde nicht weitergekommen. „Nun setzt sich der Eindruck fest, dass der Verkehr in Groß Berkel zugenommen hat“, sieht Wittrock eine neue Grundlage für weitere Planungen. Nun sollen die Zählplatten den subjektiven Eindruck bestätigten. Dabei handelt es sich um Messinstrumente, die auf der Fahrbahn aufgebracht werden. Sie können die Verkehrsdichte erfassen, dabei zwischen Fahrzeugarten wie Pkw oder Lkw unterscheiden. Die Zählungen sind wegen des bald zu erwartenden Einsatzes der Räumfahrzeuge im Winterdienst erst im Frühjahr vorgesehen.

Information

Bewegung beim Kreisel

Der unschöne Anblick des Kreisels im Zuge der Umgehungsstraße zwischen Aerzen und Reher sorgt immer wieder für Unmut – und viele Durchreisende können sich nur wundern über diese Visitenkarte. Nun scheint sich Bewegung abzuzeichnen, dass wie andernorts dieser Verkehrsknotenpunkt ein attraktives Entree bilden könnte.

Über Ideen zur Gestaltung sei ebenfalls mit der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr gesprochen worden, berichtet Erster Gemeinderat Andreas Wittrock. Dahinter verbirgt sich ein – ohne zu viel zu verraten – ein großes Aerzener Unternehmen, dessen Geschäftsleitung wohl angesichts des Wildwuchses die Initiative ergreifen will.

Priorität hatte die Gemeinde dem Kreisel bislang nicht unbedingt eingeräumt. Unstimmigkeiten gab es zuletzt, weil die Landesbehörde zwar zunächst angekündigt haben sollte, selbst etwas Geld dafür bereitzustellen, was dann aber nicht mehr der Fall gewesen sein soll. Zumindest der Ortsrat Reher hatte Ideen entwickelt, den Kreisel durch eine Bepflanzung aufzuwerten. cb



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