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Reinerbecker und Landkreis nehmen Vergleich an / Kläger sieht sich in seiner Auffassung bestätigt

Einigung rechtzeitig vor dem Gerichtstermin

Aerzen (cb). Eigentlich stand der Termin schon fest, dass der Richter des Verwaltungsgerichtes Hannover nach Reinerbeck kommen wollte, um vor Ort zu urteilen. Dieter Czudnochowski hatte gegen den Landkreis Klage erhoben, weil er sich gegen die seiner Ansicht nach überzogenen Forderungen der Behörde für die Neuanpflanzungen nach dem Bau des Bürogebäudes der Firma Relog wehren wollte. Dann allerdings setzten die beteiligten Seiten doch noch auf eine Einigung: Bei einem Ortstermin in Reinerbeck mit Vertretern des Landkreises – dabei war auch Landrat Rüdiger Butte – rückte die Behörde von ihren Vorgaben ab. Das Verwaltungsgericht schlug daraufhin einen Vergleich vor, der von beiden Seiten akzeptiert wurde.

veröffentlicht am 06.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 08:41 Uhr

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Zufrieden zeigt sich Firmengründer Czudnochowski, ohne von Genugtuung sprechen zu wollen. „Man muss sich nicht alles gefallen lassen“, sagt er und zieht als Lehre aus dem langen Konflikt: „Es lohnt sich, sich zur Wehr zu setzen.“ Der Landkreis wollte den Vorgang nicht weiter kommentieren. „Der Vergleichsvorschlag vom Verwaltungsgericht ist von allen Verfahrensbeteiligten angenommen worden“, heißt es lapidar aus der Pressestelle. „Das Verfahren ist damit abgeschlossen.“ Lediglich der Hinweis folgt, dass Czudnochowski entsprechend der bauaufsichtsbehördlichen Ergänzungsgenehmigung Nr. 2 eine abgeänderte Grundstücksbepflanzung durchführen werde.

Danach ist lediglich vorgesehen, dass entlang des Nierenfeldweges am Firmengebäude eine Hecke und drei Säulenbäume zu pflanzen sind. „Und das ist das, was ich immer wollte“, sagt Czudnochowski. Die Hecke sei bereits angelegt, die drei schlank wachsenden Bäume sollen im Herbst folgen, zusätzlich will er eventuell auf seinem gegenüberliegenden Privatgrundstück drei zusätzliche Exemplare pflanzen. „Dann sieht das aus wie eine kleine Allee“, meint er und erinnert daran, bereits im Vorfeld mehrere ganz normal wachsende Obstbäume ebenfalls auf seinem Privatgelände in unmittelbarer Nähe gepflanzt zu haben, da auf dem Firmengrundstück kaum Möglichkeiten dazu bestanden hätten. Nur: Vier Hochstamm-Obstbäume, wie zunächst vom Landkreis gefordert, sollten es – auch aus ganz praktischen Gründen – nicht sein.

Schließlich wollte der Reinerbecker eines nicht auf sich sitzen lassen: Unzulässig auf die Natur eingewirkt zu haben, obwohl er sich gerade für die Umwelt immer eingesetzt habe. Die Landkreisbehörde hatte ihm zum Vorwurf gemacht, beim Bau des Firmengebäudes „ohne Not“ „größtenteils noch sehr vitale Obstbäume“, darunter Hochstämme, und damit den gesamten orts- und landschaftsbildprägenden Bestand beseitigt zu haben. „Ein Witz“, sagt Czudnochowski auch unter Berufung auf andere Dorfeinwohner, die den Urzustand des Grundstücks mit teilweise morschem Baumbestand gekannt hätten. „Da haben alle nur den Kopf drüber geschüttelt.“



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