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„Voll zurückgeworfen worden“ / Verkehrssicherheit in Hämelschenburg: Neue Suche nach Lösung

Eine unendliche Geschichte

Hämelschenburg. Das Ziel, den Verkehr im Verlauf der Landesstraße 431 durch Hämelschenburg insbesondere in Höhe des Schlosses sicherer zu machen, ist mal wieder in weite Ferne gerückt und scheint zur unendlichen Geschichte zu werden. Pläne der Gemeinde Emmerthal hinsichtlich einer vereinfachten Lösung einer Querungshilfe wurden von der Landesbehörde für Straßenbau abgelehnt. Nun soll es angeregt durch den Hämelschenburger Werner Friebe eine neue Lösung geben.

veröffentlicht am 25.10.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 04:41 Uhr

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Seit geraumer Zeit kämpfen die Hämelschenburger dafür, dass das Überqueren der Schlossstraße zwischen den Parkplätzen der Schlossanlage im östlichen Bereich und dem Schloss im westlichen Bereich der L 431 sicherer wird. Eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h wurde aber abgelehnt, was für erheblichen Unmut im Ort sorgte. Dann sollte in Höhe des Rampenwegs auf der Seite zur Bushaltestelle eine Überquerungshilfe eingerichtet werden, so die nächste Forderung. Für die Planung sind sogar 6000 Euro im Gemeindehaushalt eingestellt. Auch hier verzichtete man auf die große (und damit teurere) Lösung mit einer Mittelinsel. Eine abgespeckte Version mit einem auf zwei Meter verbreiterten Bürgersteig auf der Seite der Bushaltestelle, einer Insel auf der Seite der Parkplätze und damit ein leicht verengter Straßenverlauf sollte die Lösung sein.

Doch den Mitgliedern des Ausschusses für Gemeindewerke und Technik musste der Fachbereichsleiter Technische Dienste in der Gemeinde Emmerthal, Uwe Dreyer, jetzt mitteilen, dass die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in einem Schreiben dem geplanten Umbau nicht zustimmen wird und sich dabei auf Vorschriften beruft. „Die Landesbehörde teilt mit, dass es sich um eine Neuanlage des Bürgersteigs handelt, bei dem Richtlinien einzuhalten sind“, berichtet Uwe Dreyer. Da reiche die geplante Breite des Bürgersteigs im Kurvenverkauf von zwei Metern nicht aus, sondern müsse mindestens 2,60 Meter betragen, damit auch Rollstuhlfahrer und Personen mit Rollatoren dort den Bereich sicher nutzen können.

„Wir sind wieder voll zurückgeworfen worden“, stellte der Ausschuss-Vorsitzende Ralf-Ulrich Böhm (SPD) fest, der eigentlich gehofft hatte, endlich in Sachen Querungshilfe einen Schritt nach vorne zu machen. Werner Friebe, früherer Bürgersmeister des Ortes und als ehemaliger Bauingenieur sowie Leiter des Hamelner Bauhofs mit der Materie durchaus vertraut, sprach auch von einer großen Ernüchterung. Doch der Hämelschenburger hatte gleich eine neue Lösung parat. Da der Einmündungsbereich des Rampenwegs aus seiner Sicht recht groß ist, sollte der Bürgersteig am Schlossteich vergrößert werden, um dann in dem Bereich insbesondere den Touristen und Besuchern von Schloss Hämelschenburg eine gefahrlose Überquerung der L 431 zu gewährleisten. Das sei aus seiner Sicht die einfachste Lösung, da ein Bürgersteig von 2,60 Meter Breite auf der anderen Seite zur Bushaltestelle eine Stützmauer zur Straße „Schmale Haube“ erforderlich macht und zusätzliche Kosten verursacht. Nun heißt es erst mal, bei einem erneuten Ortstermin in kleiner Runde zu schauen, was machbar ist, und wie hoch die Kosten sind. Beim Vorschlag von Rudolf Welzhofer (CDU), gleich Gelder für die Maßnahme in den Haushalt einzustellen, damit man dann sofort loslegen könne, mahnte Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) zur Vorsicht: „Das kann Probleme mit der Kommunalaufsicht in Sachen Haushalt mit sich bringen, da wir als Gemeinde dann belegen müssen, dass diese Maßnahme unabweisbar ist.“ tis



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