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Kinder und Mitarbeiter aus Hajen und Esperde demnächst im Bildungshaus Börry

Eine Kita zieht um

Börry. Derzeit herrscht gespannte Erwartung in den DRK-Kindergärten in Hajen und Esperde. Das hängt aber nicht nur mit dem bevorstehenden Weihnachtsfest zusammen, hat aber definitiv alle erfasst – die Kinder ganz besonders, aber auch Erzieherinnen und Eltern. Denn in diesen Tagen wird umgezogen, nach Börry ins dortige Bildungshaus, das mit Grundschule und DRK-Kindertagesstätte dann endlich komplett ist. „Dann haben die beengten Verhältnisse und schwierigen Arbeitsbedingungen an zwei Standorten ein Ende und wir können uns in einem tollen neuen Zuhause ganz den Kindern widmen“, sagt die Leiterin des DRK-Kindergartens, Anne Geisler.

veröffentlicht am 22.12.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

von Friedrich-Wilhelm Thies
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Lange genug hat es gedauert, immer wieder gab es Verzögerungen bis zur Fertigstellung der Kindergartenräume. Und noch immer arbeiten viele Handwerker in Börry an den neuen Räumen. Sie ziehen Kabel, installieren Lampen, verschweißen den Fußboden und setzen Türen ein. Und ganz wichtig, weil von den Kindern mit Spannung erwartet: sie bauen Emporen aus Holz in die Gruppenräume. Architekt Peter Nehmann verspricht: „Bis zum Eröffnungstermin werden wir fertig.“ Das ist der 5. Januar Derzeit wird alles, was Erzieherinnen und Kinder an beiden Standorten zusammengepackt haben, nach Börry transportiert. „Eine richtige offizielle Einweihung soll es erst im Frühjahr geben, wenn alle Möbel da sind und der Außenbereich fertiggestellt ist“, so Liselotte Siefert, Kitafachberaterin des DRK. Ein Datum gebe es dafür noch nicht.

Am Donnerstag hieß es daher Abschied nehmen für alle an den Standorten in Hajen und Esperde. Die vierjährige Sina freut sich auf das neue zweite Zuhause: „Das ist nicht mehr lange hin, bis wir da einziehen.“ Und der sechsjährige Johannes weiß, dass die Schule gleich um die Ecke ist: „Außerdem können wir dann endlich wieder richtig Fußball spielen.“ Für Jana – vier Jahr alte – gibt es noch einen anderen Vorteil: „Ich wohne in Börry, da kann ich zu Fuß zum Kindergarten gehen“, sagt sie stolz.

„Am Montag, 5. Januar, starten wir dann mit der Betreuung im neuen DRK-Kindergarten im Bildungshaus Börry und darauf freuen sich alle meine Mitarbeiterinnen und ich ganz besonders“, erzählt Geisler. Angeboten werden dann zwei Ganztages-Gruppen, eine als Krippe für Kinder zwischen einem Jahr und drei Jahren und eine als Regelgruppe von drei bis sechs Jahren sowie eine Halbtags-Regelgruppe.

An allen Ecken und Enden hämmern, bohren und sägen noch Handwerker in den neuen Räumen.

15 Krippenplätze und 50 Plätze in Regelgruppen gibt es dann. Derzeit sind in Krippe und in den Regelgruppen jeweils noch fünf Plätze frei. Die Kindergartenleiterin: „Erfreulich ist auch, dass wir durch die neue Größe der Einrichtung jetzt eine Mitarbeiterin mehr haben. Also werden wir neun pädagogische Mitarbeiter und zwei im Bereich Hauswirtschaft und Reinigung sein.“

Im September 2009 protestierten 80 Eltern und Kinder vor der entscheidenden Ratssitzung gegen die Schließung der Standorte in Hajen und Esperde sowie der Grundschule Grohnde. Die Gegenstimmen sind mittlerweile verebbt, etliche befürworten mittlerweile den Umzug in das moderne Bildungshaus. Die heutige Elternratsvorsitzende Christiane Liek erklärt: „Wir als Eltern freuen uns für unsere Kinder und für die Erzieherinnen, die aus den beengten Verhältnissen herauskommen. In der neuen Einrichtung haben die Kinder viel mehr Platz und die Erzieherinnen können sich frei entfalten.“ Zudem seien Krippe, Kita und Grundschule unter einem Dach ein Segen für Mehrfachmütter mit Kindern unterschiedlichen Alters. „Wir sind einfach nur gespannt, was uns und vor allem die Kinder an tollen Angeboten in der neuen Kindertagesstätte erwartet“, erklärt die Elternratsvorsitzende.

Anne Geisler merkt noch an, dass es seit damals auch geänderte Anforderungen bei den Eltern hinsichtlich der Öffnungszeiten gebe, denen man jetzt wesentlich besser nachkommen kann. Börrys Ortsbürgermeister Rolf Keller ist ebenfalls hocherfreut und stolz, dass es jetzt endlich losgeht, auch wenn er sich damals für einen Erhalt der alten Standorte, aber insbesondere der Grundschule Grohnde, ausgesprochen habe. „Inzwischen bin ich davon überzeugt, dass wir etwas Wertvolles für die Zukunft gebaut haben. Hier wurde eine beispielgebende infrastrukturelle Einrichtung geschaffen. Eltern sollten nun wissen, dass hier in Börry ihre Kinder ab dem ersten Lebensjahr bis zur vierten Klasse sehr gut aufgehoben sind“, erklärt Keller.

Sein Dank gehe an Anne Geisler und ihre Mitarbeiterinnen. „Aber auch den Handwerken möchte ich Dank sagen, die hier tolle Arbeit abgeliefert haben“, betont der Ortsbürgermeister. Die Leiterin des Kindergartens ist froh, dass es jetzt unter wesentlich verbesserten Voraussetzungen weitergeht: „Hier können wir die Kinder optimal betreuen und wir als Betreuer haben endlich vernünftige Arbeitsbedingungen.“



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