weather-image
13°
Zwischen Ohr und Groß Berkel wird fleißig gebaut – zur Freude der Anwohner

Eine heiß geliebte Baustelle

Groß Berkel/Ohr. Der neue Radweg zwischen den beiden Ortschaften nimmt Form an. Ende der Woche sollen erste Asphaltierungsarbeiten gemacht werden. Die Vollsperrung wird Anfang der 45. Kalenderwoche aufgehoben. Dann regelt eine Baustellenampel den Verkehr.

veröffentlicht am 27.10.2015 um 14:38 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 14:11 Uhr

270_008_7788060_lkae1_BaustelleOhrUeberblick_fo_2810.jpg

Autor:

Svenja-A. Möller
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Zwischen Groß Berkel und Ohr wird fleißig gebuddelt und gebaggert. Nach dem jahrelangen Kampf um einen Radweg wird dieser derzeit angelegt. Die Arbeiten sind in vollem Gange, der Großteil – der die aktuelle Vollsperrung zwischen den Ortschaften nötig macht – soll Ende der Woche sogar schon erledigt sein. „Donnerstag wird asphaltiert, vielleicht auch Freitag und Montag wollen wir dann soweit durch sein“, sagt einer der Arbeiter.

Die Vollsperrung soll dann aufgehoben werden. „Dann enden die Herbstferien und die Busse müssen wieder hier entlang, die Kinder müssen ja auch zur Schule“, erklärt ein Mitarbeiter der Straßenmeisterei. Er steht etwa auf Hälfte der Strecke und beobachtet, wie Arbeiter der zuständigen Baufirma große Rahmendurchlässe in einen etwa zwei Meter breiten Gang in der Straße einsetzen. „Durch die Rahmendurchlässe kann das Wasser aus dem Graben der einen Straßenseite in den Graben der anderen ablaufen“, erklärt er. Die Kollegen ringsherum scherzen, dass es ein Froschtunnel sei. „Sogar mit Beleuchtung“, meint einer der Kollegen. Ein Bauteil des Durchlasses wiegt etwa 5 Tonnen und wird mithilfe eines Spezialkranes eingesetzt. Mehrere dieser Bauteile werden nebeneinander in den Boden eingelassen und miteinander verbunden.

Am Ortsausgang von Ohr sind bereits die Ansätze einer Verkehrsinsel zu erkennen. „Der Rahmen der Insel sitzt“, beschreibt es einer der Arbeiter. Die Insel soll es Radfahrer erleichtern, auf den Radweg zu gelangen. Der Bürgersteig wird dafür noch abgesenkt. Der neue Weg wird nur auf einer Fahrbahnseite entlangführen. Mit etwa zwei Meter Breite passen zwei Radler jedoch gefahrlos aneinander vorbei.

270_008_7788058_lkae1_BaustelleOhrBordstein_fo_2810.jpg
  • Manche Anwohner haben die Baustelle direkt vor der Haustür. fo

Doch die Verkehrsinsel am Ortsausgang hat noch einen anderen Nutzen als nur die bloße Straßenquerung. „Dadurch kommt es zu einer Verkehrsberuhigung“, sagt Ursula Stäbe. Als direkte Anwohnerin ist sie von der Baustelle tagtäglich betroffen. „Sonst ist es hier fast wie auf einer Autobahn, die Leute rasen manchmal regelrecht hier entlang“, erklärt Stäbe. Wenn sie den Blinker setze, um auf ihr Grundstück abzubiegen, würden die Leute teilweise schon zum Überholen ansetzen und sich beschweren, dass sie abbremsen müssen. Obwohl an der Stelle noch Tempo 50 gelte. Stäbe freut sich über die Baustelle. „Die Sperrung ist ein Segen“, sagt sie. Besonders am Abend, wenn auch die Arbeiter Feierabend hätten, sei es so schön ruhig. Dass es für Radfahrer bald eine sichere Verbindung zwischen Ohr und Groß Berkel gibt, begrüßt sie.

Auch Sascha Klimke stört sich an der Baustelle direkt vor seiner Haustür nicht weiter. „Es ist ja nicht mehr lange. Und das, was am Ende dabei rauskommt, ist doch ein großer Vorteil“, sagt Klimke. Er selbst nutzt die Strecke selten. „Aber meine Lebensgefährtin hat sich tierisch gefreut, als sie erfahren hat, dass der Radweg kommt.“ Sie nutze die Verbindung, um zur Arbeit zu kommen.

Über die entstehende Verbindung ist zwar auch eine ältere Anwohnerin, die nicht namentlich genannt werden möchte, erfreut, die Baustelle nerve sie aber schon. „Manchmal habe ich wirklich Angst, dass mir das Haus auf den Kopf fällt, bei all dem Gewummer hier“, sagt sie. Aber es sei ja nur für kurze Zeit. Dann sei der Lärm zu ertragen.

Dass die Straße ab kommender Woche wieder für den Verkehr freigegeben ist, heißt jedoch nicht, dass es zu keinerlei Behinderungen mehr kommen wird. Eine Baustellenampel wird den Verkehr regeln, mit eventuellen Wartezeiten ist also zu rechnen. Es wird mit einer Bauzeit von zwei Monaten gerechnet.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare