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Fünf Musiker gründen in Gellersen die Band Cherry Village

Eine Dorfkapelle der rockigen Art

GELLERSEN. Gellersen hat sich als Kirschendorf vor allem im vergangenen Jahrhundert einen Namen gemacht. Was liegt da näher, als die neu gegründete Dorfband Cherry Village zu nennen – also auch Kirschendorf. Dieser Name stand schon fest, bevor sich die Band richtig zusammengefunden und kennengelernt hatte, berichtet Klaus Nagel, der Bassist der „Dorfkapelle“, wie er den örtlichen Musikerzusammenschluss rustikal nennt.

veröffentlicht am 03.04.2018 um 19:18 Uhr
aktualisiert am 03.04.2018 um 20:50 Uhr

Wenn man so will, ein Mehrgenerationenprojekt: die „Dorfkapelle“ Cherry Village mit Viktor Kolb, „Matze“ Frensel, Klaus Nagel, Carsten Buchholz und „Hansi“ Frensel. Im Hintergrund: „Fiddi“ Kipp, der den Übungsraum in der alten Dorfkneipe zur Verfügun
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Seit Juni letzten Jahres proben sie nun im alten Thekenraum der Dorfkneipe „Zur Traube“ zu fünft: Neben Klaus Nagel gehören „Hansi“ und „Matze“ Frensel (beide Gitarre und Gesang), Viktor Kolb (Keyboard) und Carsten Buchholz (Schlagzeug) zur klassischen Rockband-Besetzung von Cherry Village. Und einen „Roadie“ hat die junge Band, deren Mitglieder zwischen 37 und 70 Jahre alt sind und die sich aus diesem Grund als generationenübergreifendes Projekt bezeichnen, auch schon gefunden: „,Fiddi‘ Kipp stellt uns nicht nur seine alte Kneipe als Probenraum zur Verfügung, er sorgt auch immer dafür, dass der Ofen angeheizt ist, bevor wir hier zweimal im Monat üben“, berichtet Klaus Nagel dankbar. Obwohl der ehemalige Dorfkneipenwirt eher auf ruhigere Stücke von Simon and Garfunkel steht, bereitet es ihm Spaß, wenn eine Mischung aus Rock und Pop die ehemalige Dorfkneipe beben lässt. Das Cover-Repertoire von Cherry Village reicht von den Stones bis hin zu Westernhagen. Auch ein eigenes Stück haben sie mittlerweile im Programm: den Klaus-Blues. Angefangen hatte alles bei einer Wanderung am 1. Mai, bei der Klaus Nagel und „Hansi“ Frensel über die Musik ins Gespräch kamen. Nagel wusste zu diesem Zeitpunkt bereits, dass auf dem Brink, ein paar hundert Meter von seinem eigenen Zuhause an der Kirschenstraße entfernt, ab und an richtig laut Musik gemacht wurde, wie er berichtet. Schnell wurden Nägel mit Köpfen gemacht, denn neben den beiden Senioren in der Band war auch „Matze“ Frensel sofort davon begeistert, in Gellersen Musik zu machen. Mit seinem Vater hatte er noch nie in einer Band gespielt, wie er berichtet. Die Idee nahm schnell Gestalt an und so trafen sich die Gellerser bereits Mitte Juni letzten Jahres zum ersten gemeinsamen Musizieren. Anfangs waren die Kirchendörfler zu viert. „Matze“ kannte Carsten Buchholz und konnte ihn zum Mitmachen gewinnen. Der Schlagzeuger ist zwar nicht in Gellersen zu Hause, aber der Ahorn gehört genau wie Gellersen zur Ortschaft Aerzen, also bleibt doch irgendwie alles im weitesten Sinn im Dorf. Dass sich tatsächlich in Gellersen noch ein Keyboarder fand, ist reiner Zufall und bedurfte des Umwegs über das Grohnder Fährhaus. Dort kamen die Freizeitmusiker zufällig mit Viktor Kolb ins Gespräch, der eigentlich in Hörweite zur ehemaligen Dorfkneipe in Gellersen wohnt und die ungewohnt lauten Töne aus dem Schankraum hätte bereits wahrnehmen können. Das erste Mal brachte er dann auch kein Instrument mit und schaute nur zum Schnuppern vorbei. „Er ist ein absoluter Tiefstapler, hat erzählt, er beherrsche das Keyboard nur ein bisschen und konnte dann beim Vorspielen gleich mit Tschaikowsky aufwarten“, berichtet Carsten Buchholz schmunzelnd. Wie zu seiner Ehrenrettung erklärt Viktor Kolb, dass er eigentlich Knopfakkordeon spielt, ein Instrument, das nur leider keiner kennen würde.

Allerdings: „So ein Handzuginstrument kann man sich auch nicht wirklich in der klassischen Besetzung einer Rock-Band vorstellen“, meinen seine Cherry-Village-Kollegen lachend, während den fünf Musikern der Spaß am Zusammenspiel anzusehen ist. Ihren ersten öffentlichen Auftritt hat die Band am 6. Mai um 17 Uhr zum Abschluss des Höfeflohmarktes in Gellersen auf dem Kirschenhof (ehemals Schmidt). Und bis dahin wollen die fünf Musiker auch ein Simon-and-Garfunkel-Stück eingeübt haben, als Extra-Dankeschön für „Fiddi“.



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