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Grohnder Weserbühne begeistert Premierenpublikum mit dem Stück „So viel Krach in einer Nacht“

Eindringliches Mimenspiel begeistert

Emmerthal. Die Aufführungen ihrer Stücke begeistern seit Jahren. Wahre Begeisterungsstürme tobten bei der Aufführung des Stückes „So viel Krach in einer Nacht“ der Grohnder Weserbühne. Unter der Regie von Lutz Engel inszenierte die Bühne den Schwank von Bernd Gombold um den Wirt des Gasthauses „Zur Goldenen Gans“ und Bauern Gustl (Klaus Näke).

veröffentlicht am 22.02.2016 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:50 Uhr

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Autor:

Uwe bosselmann
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Am liebsten trifft er sich mit seinen Freunden Händler Schmotz-Sepp (André Löschmann), Küster Mesner Peter (Dirk Neumann) und Viehhändler Pius (Peter Kipp), jeden Sonntagmorgen zum feuchten Kartenspiel. Als ein neuer Gast – die ausgekochte und sehr gesund lebende Frau Uschi (Jana Riedel) – auftaucht, sind Gustls resolute Frau Agnes (Karina Reese) und ihre Freundinnen, die selbstsichere Turnerfrauen-Vorsitzende Rosmarie (Angela Riedel) und die altmodische Kirchenorganistin Martha (Julia Oltrogge), total begeistert. Frau Uschi bringt die Frauen nicht nur zu einer vermeintlichen Gesundheitswoche mit Bewegungstherapie sondern auch dazu, ohne ihre Männer zu informieren, umfangreiche Kaufverträge zu unterschreiben. Agnes macht sogar die Goldene Gans zum Lokal für Gesundheitsbewußte,- was auf sehr wenig Gegenliebe bei Gustl trifft. Während die Frauen ihren Körper in Form bringen wollen, nutzen die Männer als „Strohwitwer“ endlich die Chance, mal wieder was erleben und fahren in die Stadt. Die Nacht der Strohwitwer verläuft fatal, auch weil die Frauen viel zu früh zurückkehren. Und als alle einander beichten müssen, und auch noch die Bardame Lilly (Kerstin Näke) im Haus ist, hängt der Haussegen kurze Zeit mächtig schief.

Als Schwank hatte das Stück auch leichte Züge eines Dramas, als es zu einem mächtigen Ehekrach zwischen Agnes und Gustl wegen des „gesunden“ Essens kommt. Dabei agierten Karina Resse und Klaus Näke sehr glaubwürdig, was den Facettenreichtum ihrer Rollen erheblich steigerte. Ebenso brillierten Andrea und Matthias Knauer in ihrem Rollen. Ihr Einfallsreichtum, Charakter und eindringliches Mimenspiel begeisterte die Premierenzuschauer. So als Magd Vroni Wassertreten in Eimern machen will und Knecht Martin sehr ungeschickt das falsche Wasser zur Abkühlung nimmt um anschließend mehrere Versuche braucht, um sie von den Eimern zu trennen. Ebenso als sie sich in Sachen Liebe näherkommen. Und auch Vronis etwas rustikale Körperpflege bei Alfons löste Beifallsstürme aus.

Insgesamt inszenierte die Weserbühne das Stück sehr humorvoll und einer gehörigen Portion Situationskomik, so als Gustl einen Zehennagel von Alfons im Bierglas findet und ins Publikum wirft. Ebenso holten die Schauspielerinnen und Schauspieler alles aus ihren Rollen: Freude, Herrschaft, Naivität, Einfältigkeit, Enthusiasmus, Trotz, Reue, Schreck und Liebe lagen in diesem Stück und den Rollen sehr nahe beieinander und wurden eindrucksvoll verkörpert.

Das begeisterte auch Helga Meier aus Hagen. „Es war wunderbar“, freute sich sich. „Es war toll“, freute sich Roswita Friedrich, ebenfalls vom Hagen, die selbst Theater spielt. „Die Schauspielerinnen und Schauspieler verkörperten den Charakter in ihren Rollen sehr glaubwürdig und holten überspitzt wirklich alles aus den Rollen. Manchmal war es zwar derb, aber das passt zu so einem Schwank“, so Friedrich.



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