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Feierliche Verkehrsfreigabe der Ortsumgehung / Neubau entlastet Kernort

„Ein großer Tag für Aerzen“

Aerzen. Seit gestern Nachmittag rollt der Verkehr über die neue Ortsumgehung in Aerzen. In einem Autokonvoi starteten zunächst zahlreiche Ehrengäste über die 4,3 Kilometer lange Trasse. Von „sehr sinnvoll investiertem Geld“ sprach bei einer Bausumme von rund 15 Millionen Euro Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, der die Ortsumgehung zuvor freigegeben hatte. Für Aerzen würden sich „wunderbare Chancen“ ergeben, den „Ortskern attraktiver zu machen“, sagte Ferlemann.

veröffentlicht am 21.11.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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Die Anwohner würden vom Durchgangsverkehr in der engen Ortsdurchfahrt deutlich entlastet. „Endlich weniger Lärm und weniger Abgase und auch mehr Verkehrssicherheit für alle Verkehrsteilnehmer, vor allem für Fußgänger und Radfahrer“, sagte der Staatssekretär, der gleichzeitig die hohe Bedeutung der Bundesstraße 1 als wichtige Wirtschaftsachse im Weserbergland hervorhob.

„Ein hoher Durchgangsverkehr und Staus werden in Aerzen der Vergangenheit angehören“, sagte Abteilungsdirektor Wolfgang Piroutek von der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr. „Ein wichtiger und schöner Tag.“ Viele Aerzener könnten aus der Ortsumgehung einen Nutzen ziehen, meinte Ministerialdirigent Bernd Schmidt vom Niedersächsischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, der bereits im Mai 2009 beim ersten Spatenstich für das Bauprojekt mit dabei war. Gleichzeitig bilde der Neubau einen „Baustein, um den Verkehrsfluss auf der B 1 zu erleichtern“, was sich positiv auf die Wirtschaft auswirke. Schmidt hob das besondere Engagement der Gemeinde bei den Planungen hervor. Dabei nannte der Ministerialdirigent namentlich den früheren Gemeindedirektor und Bürgermeister Peter Bartels, der das Projekt „auf allen Kanälen“ unterstützt habe. Nun gelte es, die Planungen für die Ortsumgehungen Groß Berkel und Reher voranzutreiben. Er sei guter Hoffnung, dass sie bei der Fortschreibung des Bundesverkehrswegeplanes in den „vordringlichen Bedarf“ aufgenommen würden, meinte Schmidt.

Bürgermeister Bernhard Wagner kündigte an, dass der Rat dazu demnächst eine Resolution verabschieden werde, um die zunächst aufgeschobenen Verkehrsprojekte in den beiden Ortsteilen zu unterstützen. Nun freue sich Aerzen zunächst, dass „das wichtigste Verkehrsprojekt“ der vergangenen 20 Jahre fertiggestellt sei, für die 1991 die Planungen begonnen worden seien. „Ein großer Tag für uns“, sagte Wagner. Er sprach von einem Kraftakt, der nicht immer von allen Aerzenern, vor allem zu Zeiten des vorübergehenden Baustopps, für möglich gehalten worden sei. Er verwies darauf, dass es auch Kritiker an dem Projekt gegeben habe und noch gebe, sich nun die Lärmbelästigung im Ort anders verteilen werde und der Neubau „schon ein mächtiger Einschnitt in die Landschaft“ sei. Dennoch, so bekräftigte der Bürgermeister: Die Ortsumgehung bedeute für Aerzen eine „wichtige Weichenstellung für die Zukunft“, um die „Wohn- und Lebensqualität zu erhöhen“. cb

Seit gestern rollt der Verkehr in beiden Richtungen.


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