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Dorfkino Grupenhagen startet in die zweite Saison

„Ein gelungenes Comeback“

GRUPENHAGEN. Es war ein Versuch, das Dorfleben zu beleben und aufzuwerten. Nach sechs gelungenen und gut besuchten Filmvorführungen im Saal des Grupenhäger Gasthauses „Lönskrug“ während des letzten Winterhalbjahrs haben der einladende DRK-Ortsverein Grupenhagen-Multhöpen unter der Führung der Vorsitzenden Christa Grote und Peter Kluwe als Organisator der Veranstaltungsreihe wohl allen Grund, ihr Projekt „Dorfkino“ positiv zu bewerten und weiterzuverfolgen.

veröffentlicht am 17.10.2017 um 18:23 Uhr

Christa Grote und Peter Kluwe freuen sich, das neue Dorfkino-Programm für Grupenhagen präsentieren zu können. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Von einem „gelungenen Comeback“ kann nach Auffassung von Peter Kluwe gesprochen werden, denn das Dorfkino in Grupenhagen sei keine völlig neue Idee. Vor allem ältere Menschen würden sich gerne an frühere Dorfkinobesuche erinnern und von ganz besonderen Erlebnissen in der Gaststättensaal-Gemeinschaft berichten, wie er in Gesprächen erfahren habe.

Allerdings verdrängte im Laufe der Jahre moderne Kinotechnik in den Städten und das steigende Filmangebot im Fernsehen die geselligen Vorführungen. Aber Nostalgie steht momentan hoch im Kurs und so ist auch das Filmangebot auf dem Land wieder gefragt – nicht nur bei den Dorfbewohnern, wie die Erfolgsgeschichte in Grupenhagen zeigt.

Publikum vom Alter her bunt gemischt

„Ein Grund, unsere Dorfkino-Aktion ins Leben zu rufen, war und ist die Tatsache, dass das nächste Kino nicht unbedingt um die Ecke zu finden ist. Und nicht jeder hat ein Auto und ist somit auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen, deren Fahrplan im ländlichen Bereich nicht mit einem Stadt-Fahrplan vergleichbar ist“, sagt Peter Kluwe. Doch der DRK-Ortsverein schuf mit seinem neuen Angebot nicht nur einen Treffpunkt für die ältere Generation vor Ort. Das Publikum war von Anfang an vom Altersdurchschnitt her bunt gemischt und scheute auch die Anfahrt aufs Dorf nicht, um einen Kinoabend im Lönskrug-Saal mitzuerleben. „Unsere Kinoabende sind als Generationen übergreifende Veranstaltungen gedacht. Die Filme sind so ausgewählt, dass sie alle Altersstufen ansprechen. Außerdem haben wir bei der Auswahl auch die Wünsche aus dem Publikum berücksichtigt“, erklären Christa Grote und Peter Kluwe.

Die beiden Dorfkino-Macher freuen sich auch darüber, dass die Menschen in der Filmpause und nach dem Film miteinander ins Gespräch kommen. Und noch eines ist den beiden ganz wichtig: „Das Angebot richtet sich an alle Filminteressierten, nicht nur an die Grupenhäger und auch nicht ausschließlich an DRK-Mitglieder.“ So hat Peter Kluwe nach der Publikumsbefragung zum Ende der ersten Dorfkino-Saison wieder sechs ganz unterschiedliche Filme ins aktuelle Programm geholt. Gestartet wird am Mittwoch, 25. Oktober, mit dem Heimatfilm „Schwabenkinder“. Außerdem werden im Laufe der kommenden Monate der Klassiker „Das Mädchen Irma la Douce“ (15. November), das Musikfilm-Drama „Wie im Himmel“ (6. Dezember), die Liebesroman-Verfilmung „Ein ganzes halbes Jahr“ (17. Januar), Til Schweigers Tragikkomödie „Honig im Kopf“ (14. Februar) sowie die Verfilmung des Hape Kerkeling-Bestsellers „Ich bin dann mal weg“ (14. März) gezeigt. Einlass zum Dorfkino im Lönskrug ist jeweils ab 18.30 Uhr, Filmstart ist um 19 Uhr. Essen aus einer kleinen Karte und Getränke können während der Veranstaltung bestellt werden. Der Eintritt ist frei.

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