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Dauerbrenner Nachtabschaltung beschäftigt Emmerthaler Politik / Thema erstmals auch in Aerzen

Ein bisschen mehr Licht zu den Feiertagen

Emmerthal/Aerzen (gm/ cb). Die Hoffnung auf hell erleuchtete Straßen zu den Weihnachtsfeiertagen in den Nachtstunden können sich die Emmerthaler wahrscheinlich schenken – was dann wohl ebenso für die letzten Tage des Jahres mit Ausnahme zu Silvester gelten wird. Die letzte Entscheidung zur Aufhebung der Nachtabschaltung trifft zwar der Emmerthaler Gemeinderat erst am Donnerstag, doch schon im Finanz- und Wirtschaftsförderungsausschuss zeichnete sich deutlich ab, dass es keine gravierenden Veränderungen zur bisherigen Regelung in Emmerthal geben wird. Nur in der Silvesternacht sollen Sicherheitsgründe vorgehen, die Straßenlaternen bei technischer Machbarkeit durchgehend leuchten, wie es die Politik einhellig meint.

veröffentlicht am 14.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 16:41 Uhr

Die Debatte um die Nachtabschaltung geht in Emmerthal in eine we
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Angesichts des Feuerwerks sei dies wohl auch ratsam, wie Erster Gemeinderat Elmar Günzel argumentierte. Damit Sicherheit vor Sparen geht, hatte er sich bereits Gedanken gemacht, wie die Umstellung ohne finanzielle Probleme für die Gemeindekasse bewerkstelligt werden könnte.

Wie die Diskussion in den politischen Gremien verläuft, dürfte für die Bevölkerung aber wenig erhellend sein, nachdem sich viele Einwohner vor allem im Vorjahr kräftig geärgert hatten, dass sie nach dem Besuch der Christmesse zu nächtlicher Stunde im Dunkeln gestanden hätten. Genau darauf hatten sich zwei Anträge aus der Politik begründet, dies nun zu ändern. Die Anträge hätte sie sich aber wohl sparen können – genau wie die Vorschläge, die zusätzlichen Stromkosten aus der Parteienkasse zu finanzieren. Die durchgehende Beleuchtung am Heiligen Abend wäre der Fraktion aus FDP und Bündnis 90/Die Grünen sogar einen Hunderter wert, wie sie in der Sitzung anbot. Im Fachausschuss wurde sie aber eines Besseren belehrt: Dies sei nicht umsetzbar, da eine Festsetzung der Zeiten für die Nachtabschaltung über viele Jahre Gültigkeit hätte. Auch die Freie Wählergemeinschaft hätte 100 Euro gespendet, wenn es eine Lösung für alle Feiertage geben würde. Fraktionsvorsitzender Ernst Nitschke jun. zog allerdings sein Angebot zurück, da selbst für den Heiligen Abend nur eine zeitliche Verschiebung vorgesehen ist.

„Am 24. Dezember gehen die Lampen im gesamten Gemeindegebiet nicht wie üblich um 23 Uhr aus, sondern erst um 1 Uhr“, verkündete Ausschussvorsitzender Karl-Wilhelm Steinmann (CDU) nach kurzer Debatte mit dem Fachgremium. „Im Prinzip ist dies nur eine zweistündige Zeitverschiebung ohne Zusatzkosten“, informierte Elmar Günzel. „Denn anstatt wie gewohnt um 5 Uhr wird die morgendliche Straßenbeleuchtung am ersten Weihnachtsfeiertag erst um 7 Uhr eingeschaltet.“ Und selbst dies nur mit einer Einschränkung: Die zeitlichen Umstellungen sind nur dann möglich, wenn die seit einiger Zeit im Kernort erprobte neue Rundsteuertechnik auch wirklich in allen 17 Emmerthaler Ortsteilen funktioniert. „Zu 99,9 Prozent gehen wir nach Rücksprache mit e.on aber davon aus, dass das klappt“, so Erster Gemeinderat Elmar Günzel. Trotz aller Kritik, die das Thema Nachtabschaltung in Emmerthal in der Bevölkerung hervorruft, kam dieser Sparvorschlag nun auch in der Nachbargemeinde auf die politische Tagesordnung. „Vielleicht sollten wir dem Beispiel folgen“, sagte Friedel Dieckmann von der SPD in der jüngsten Sitzung des Ortsrates Aerzen. Angesichts des Finanzloches, von dem nun auch die Gemeinde Aerzen nach erheblichen Steuerausfällen betroffen ist, meinte er: „Bei unseren Ausgaben für die Beleuchtung müssen wir uns was einfallen lassen“, so Dieckmann, nach dessen Beobachtungen nach 23 Uhr kaum noch jemand zu Fuß unterwegs sei. Seine Ortsratskollegen ruderten allerdings angesichts dieser Idee zurück. Bedenken meldet Karl-Heinz Frevert (CDU) ebenso an wie Ortsbürgermeister Hartwig Bursie (SPD). „Da sollten wir erst einmal ein bisschen hören, was die Bevölkerung dazu sagt“, so Bursie. Und Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock mahnte unter Hinweis auf dunkle Straßen: „Wir dürfen nicht vergessen, dass dies auch Sicherheitsfragen betrifft.“



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