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Mit Texten Simone de Beauvoirs: Internationaler Frauentag ist in Emmerthal angekommen

Ein Abend, der auch Männer zum Nachdenken bringt

Emmerthal. „Das andere Geschlecht“, lautete das Motto einer Lesung mit Musik am Freitagabend im Emmerthaler Ratssaal. In anderen Kommunen schon länger ein festes Datum im Veranstaltungskalender, ist mit der neuen Gleichstellungsbeauftragten Anne-Britt Gäbel der Internationale Frauentag am 8. März nun auch in Emmerthal angekommen. Gemeinsam mit ihrer Schwester, der Musikerin Birte Gäbel, las die studierte Kommunikations- und Sprachwissenschaftlerin, die sich seit dem 1. September 2012 um die Gleichstellungsbelange in der Gemeinde Emmerthal kümmert, aus Simone de Beauvoirs bekanntestem Werk „Das andere Geschlecht“. In verschiedenen Passagen, die unter anderem unter den Überschriften Mythos, Werdegang und Schicksal standen, ging es um so provokante Thesen wie die von Aristoteles, der sagt „Das Weib ist Weib dadurch, dass ihm bestimmte Eigenschaften fehlen.“ Aber auch die Rolle der Frau im Christentum und natürlich das zentrale Thema Simone de Beauvoirs, dass man nicht als Frau zur Welt kommt, sondern es wird, wurde in den von Anne-Brit Gäbel ausgesuchten Teststellen beleuchtet. Im letzten Leseblock gaben Anne-Britt und Birte Gäbel, die als Vorleserin kurzfristig für den erkrankten Bürgermeister Andreas Grossmann eingesprungen ist, Auszüge eines Buches von Hans-Martin Schönherr-Mann über seine Sicht als Mannes auf das Werk von Simone de Beauvoir und das andere Geschlecht wieder.

veröffentlicht am 11.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 19:21 Uhr

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Nach seiner Sicht als Mann auf die Veranstaltung gefragt, antwortet Ratsherr Ralf-Ulrich Böhm (SPD), der ohne seine Frau gekommen war: „Ich bin heute als ,Triebtäter’ hier. Ich bin einem ganz starken menschlichen Trieb, nämlich der Neugier, gefolgt. Neugier auf die neue Gleichstellungsbeauftragte und ihre Arbeit und natürlich, wenn schon ein Internationaler Frauentag hier in Emmerthal begangen wird, wie ich mir das vorstellen darf. Die Veranstaltung ist eine sehr gelungene für mich, die zum Nachdenken anregt und das kann man ja nicht immer sagen.“ Deike Peters, eine junge Frau aus Groß Berkel, war mit ihrer Mutter gekommen. „Passend zum Internationalen Frauentag habe ich meiner Mutter vorgeschlagen, dass wir uns einen schönen Abend machen und es hat sich gelohnt, nach Emmerthal zu kommen. Die Texte sind, auch wenn sie von 1949 sind, sehr aktuell, das hat mich sehr erstaunt und es war toll, dass es auch noch so schön musikalisch untermalt worden ist.“

Gesanglich gestaltet wurde die Veranstaltung von Birte Gäbel, die sich am Flügel begleitet, und Sue Sheehan (Trompete, Gitarre und Bodran). Birte Gäbel hatte aus ihrem Repertoire eigener Lieder „Ich lebe nur einmal“, „Erkenntnis“ und „Urlaub von der Welt“ ausgesucht. Sue Sheehan hatte eigene Songs wie „Fall Day“ und „Mae on“ mitgebracht. Als „Finale“ gab es Musik mit der geballten Frauenpower aller drei Mitwirkenden. „Je Veux“ von ZAZ war der krönende Abschluss des ersten Internationalen Frauentages in Emmerthal. aw

Frauenpower:

Anne-Brit Gäbel, Birte Gäbel und Sue Sheehan.aw



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