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Modernste Technik für Aerzener Brot und Kuchen GmbH / Mestemacher investiert rund 1,2 Millionen Euro

Eigene Mühle soll Qualität steigern

AERZEN. Das Bauwerk direkt am Firmensitz der Aerzener Brot und Kuchen GmbH ist weithin sichtbar: Dort entsteht eine eigene Mühlenanlage, um die Qualität der Produkte zu verbessern und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen. Dazu investiert die Mestemacher-Gruppe rund 1,2 Millionen Euro in ihre Aerzener Tochtergesellschaft.

veröffentlicht am 08.10.2017 um 14:44 Uhr

Unübersehbar: Der Neubau (rechts), in der ab Ende des Jahres modernste Mühlentechnologie für die Aerzener Brot und Kuchen GmbH zum Einsatz kommen soll. Foto: cb
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Das berichtet auf Nachfrage Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der zentralen Unternehmensleitung und Sprecherin der Mestemacher-Gruppe. Die Mühlenanlage gehe bis Ende des Jahres – voraussichtlich noch im November – ans Netz.

Einzelheiten zu dem Projekt, aber auch zu neuen Produkten aus Aerzen und Gütersloh, will die Sprecherin den Kunden und Medien anlässlich der Anuga 2017 in Köln vorstellen. Die Anuga gilt nach Angaben der Veranstalter als weltweit größte und wichtigste Fachmesse für Lebensmittel und Getränke, die seit dem Wochenende in Köln stattfindet. Mestemacher und die Aerzener Brot und Kuchen GmbH gehören bis zum 11. Oktober mit zu den über 7400 Ausstellern der internationalen Lebensmittelbranche, die dort die neuesten und innovativsten Produkte präsentieren wollen. Erwartet werden etwa 160.000 Fachbesucher aus über 190 Ländern.

Mit der Mühlenanlage verbindet das Unternehmen große Vorteile für den Kunden. Der vermahlene Roggen werde für den eigenen Betrieb hergestellt und laufe just in time nach Bedarf in die Produktion ein. „Auf diese Art und Weise bleiben wertvolle Nährstoffe im fertig ausgebackenen Brot besser erhalten“, heißt es weiter.

Die Anlage sei projektiert für Lagerung, Reinigung, Förderung und Vermahlung von Roggen und anderen Getreidesorten, erläutert Detmers. In insgesamt vier Silozellen des Gebäudes lagerten getrennt voneinander Bio-Roggen und konventioneller Roggen. „Eingelagert werden nur Rohwaren, die der strengen Wareneingangskontrolle standhalten“, teilt die Unternehmenssprecherin mit. Die Getreidekörner würden mit modernster Technik gereinigt, bevor sie zu Brotmehl vermahlen würden. Insbesondere werden Steine vom Feld ausgelesen. Das gereinigte Getreide wird aus den Silozellen über Dosiervorrichtungen ausgetragen und zu den angewählten Vermahlungsmaschinen geführt. Das Getreide kann flexibel – beispielsweise von Fein bis Grob – verarbeitet werden. Nach der Vermahlung würden die Produkte auf dem kurzen Weg in die Fertigproduktsilos gelangen, um die verschiedenartigen Vollkornbrote zu backen, erläutert Detmers.

Die Mestemacher-Gruppe erwirtschaftete 2016 nach Unternehmensangaben rund 156 Millionen Euro Jahresumsatz – ein Plus von 3,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Investiert wurden an den verschiedenen Standorten 6,1 Millionen Euro. Die Gesamtbelegschaft der Gruppe erreicht 545 Beschäftigte, darunter knapp 200 in Aerzen. Die Exportquote beträgt 24 Prozent.

Zu den Messe-Neuheiten aus Aerzen gehören verschiedene Tiefkühlkuchen. Unter anderem gibt es ein Produkt erstmals in Kombination der Konditorei mit einer Spezialbäckerei der Gruppe. Außerdem hat die Tochtergesellschaft ihre Zielgruppen um bewusst einkaufende Vegetarier erweitert, wie es aus Gütersloh heißt. Die meisten TK-Kuchen aus Aerzen tragen das V-Label des Vegetarierbundes Deutschland. Dazu will die Unternehmensgruppe ebenfalls bis Mittwoch die Fachpresse und das Fachpublikum in Köln informieren.

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