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Mestemacher-Gruppe investiert in Aerzener Brot und Kuchen GmbH / Weiter auf Wachstumskurs

Eigene Mühle soll Qualität steigern

AERZEN/GÜTERSLOH. Die Unternehmensgruppe Mestemacher setzt ihre Investitionen auf hohem Niveau fort. Die Plan-Investitionsausgaben für 2017 betragen insgesamt 6 Millionen Euro. Einen hohen Ausgabeposten bildet dabei die neue Mühlen- und Anlagetechnik für die Tochtergesellschaft Aerzener Brot und Kuchen GmbH.

veröffentlicht am 30.01.2017 um 17:19 Uhr

Ob Brot wie hier seit einigen Jahren auch Knäckebrot oder Kuchen aus Aerzen: „Die Produkte liegen voll im Trend.“ Das sagt Prof. Dr. Ulrike Detmers, Mitglied der zentralen Unternehmensleitung.
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Die Mühle soll im zweiten Halbjahr in Betrieb gehen. Das gab die Unternehmensgruppe in Gütersloh anlässlich der Jahrespressekonferenz bekannt, bei der auch die neuesten Wirtschaftsdaten genannt wurden. Danach hat die Brot- und Backwarengruppe Mestemacher 2016 bei einem Umsatz von 156,1 Millionen Euro 3,3 Prozent mehr Erlöse erzielt als ein Jahr zuvor. Damit hat sich die Familiengesellschaft mit den Eigentümern Albert und Prof. Dr. Ulrike Detmers sowie Fritz und Helma Detmers „deutlich besser entwickelt als der Gesamtmarkt“, wie es weiter heißt.

Wie Prof. Detmers gestern auf Nachfrage erläuterte, ist die Aerzener Tochter mit 194 Beschäftigten neben Mestemacher selbst der zweitstärkste Betrieb in der Gruppe mit insgesamt aktuell 545 Mitarbeitern. Hinzu kommen noch die Modersohn‘s Mühlen- und Backbetrieb GmbH (Lippstadt) und eine polnische Tochtergesellschaft.

In Lippstadt und Gütersloh setze die Gruppe traditionell auf eigene Mühlen für Brotroggen, berichtet Detmers, was in Aerzen bislang nicht der Fall gewesen sei. Deshalb werde dort nun erheblich investiert, so das Mitglied der zentralen Unternehmensleitung. Mit der Mühle – der Bau hat bereits begonnen – solle die Qualität der Aerzener Produkte weiter gesteigert werden. Der vermahlene Roggen werde für den eigenen Betrieb hergestellt und laufe just in time nach Bedarf in die Produktion ein. „Auf diese Art und Weise bleiben wertvolle Nährstoffe im fertig ausgebackenen Brot besser erhalten“, heißt es weiter. Mit der Anlage gebe es auch die Option auf Dinkel, wie Detmers erläutert.

Um die Qualität weiter zu verbessern, investiert die Gruppe jetzt in eine eigene Mühle für Brotroggen. Der Baubeginn ist bereits erfolgt (unten). Fotos: Dana/PR

Für das vergangene Jahr beziffert das Unternehmen die Investitionen für die Gesamtgruppe auf 6,1 Millionen Euro. Bekanntlich gehörte dazu Anfang 2016 bereits der Kauf eines 14 000 Quadratmeter großen Grundstücks in Aerzen, das für eine potenzielle Erweiterung der Konditorei zur Verfügung steht. Einen Zeitplan dafür gebe es weiterhin nicht, sagt Detmers. Dass es im Aerzener Tiefkühlkuchen-Bereich aber Wachstumspotenzial gebe, verdeutlicht das Unternehmen mit Branchenzahlen. Danach lag 2015 der Gesamtabsatz an Tiefkühl-Backwaren in Deutschland bei rund 791 700 Tonnen und damit um 5,7 Prozent über 2014.

Ob Brot oder Kuchen aus Aerzen – „die Produkte liegen voll im Trend“, sagt Detmers. Sie kündigt an, dass derzeit Innovationen entwickelt würde, die im Herbst zur Anuga Köln – sie gilt als eine internationale Leitmesse der globalen Ernährungswirtschaft – den Fachbesuchern vorgestellt würden.

Gleichzeitig gab die Mestemacher-Gruppe Änderungen an der Unternehmensspitze in Aerzen bekannt, wo es nun ein Trio gibt. Neben den beiden bisherigen Geschäftsführern Marc Schweckendiek und Bernd Schweckendiek wurde zum Jahresbeginn Thorsten Plate, zuvor schon im Unternehmen tätig, zum neuen Geschäftsführer berufen. Plate verstärkt die Geschäftsführung im Bereich Produktion, Technik und Qualitätssicherung.



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