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Fohlenschau des Gestüts Hämelschenburg / Bewertungskommission mustert 42 Pferde

Edler Trakehner-Nachwuchs lockt die Massen

Die Delegierten des Zuchtverbandes, Detlef Janz (vorn) und Hendrik Lindhorst (hinten), waren mit dem Zuchtbrand beauftragt.

veröffentlicht am 02.06.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 03:41 Uhr

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Hämelschenburg (sbr). War es nun das herrliche Pfingstwetter, die große Zahl von insgesamt 42 zur Musterung angemeldeten Trakehner-Fohlen oder das besondere Ambiente, das die Musterung vor der imposanten Kulisse von Schloss Hämelschenburg jedes Jahr zum Publikumsmagneten werden lässt? Die Antwort der zahlreichen Gäste war immer dieselbe: „Eine tolle Mischung aus allem!“ Insgesamt etwa 1000 Besucher waren im Laufe des Pfingstmontags zum Gestüt Hämelschenburg gekommen, um einen Blick auf den stolzen Trakehner-Nachwuchs dieses Jahres zu werfen, der sich erstmals in Begleitung der Mütter dem strengen Urteil der routinierten Bewertungskommission stellte.

Neben dem Landesvorsitzenden des Trakehner-Verbandes, Jürgen Hanke, sowie den Delegierten Frank Martens-Bruns und Gisela Gunia komplettierte in diesem Jahr Lars Gehrmann, Zuchtleiter des Trakehner-Verbandes aus Neumünster, die vierköpfige Bewertungskommission. Er war extra angereist, um die Nachzuchtbewertung des vierjährigen Hengstes „Symont“ vorzunehmen, der zukünftig als Garant für den hochkarätigen Trakehner-Nachwuchs vermehrt zum Einsatz kommen soll. Aus seinem ersten Jahrgang konnte er gleich das Siegerfohlen der Stuten stellen; Züchter dieses Fohlens ist Hendrik Lindhorst aus Emmerthal.

Noch namenlos präsentierte sich gleich zu Beginn der Veranstaltung das erste Hengstfohlen dem Publikum und der Kommission. Doch das sollte sich im Anschluss an die Musterung und den Zuchtbrand schnell ändern. Mit Unterstützung ihrer Kinder Valentin, Cornelius (beide 5) und Sebastian (10) konnte sich seine Besitzerin, Nicola Stoewenau aus Gadenstedt, bei der Namenswahl gegen den Vorschlag ihres Ehemanns Christian durchsetzen, und so wurde der kleine Trakehner-Fuchs auf den Namen „Karamello“ getauft.

Schreck vor der Schau: Elitestute verletzt

Der Zuchtbrand, die beiden Elchschaufeln und eine Nummer, dient später mit den von der Kommission festgestellten und dokumentierten Merkmalen der unverwechselbaren Identifikation und Zuordnung der Tiere und darf nur durch Delegierte des Zuchtverbandes durchgeführt werden. „Wir werden als Delegierte von den Züchtern zu Brennbeauftragten berufen, eine Position ähnlich der des Ortsbürgermeisters“, schmunzeln Hendrik Lindhorst und Detlef Janz über ihre verantwortungsvolle Aufgabe.

Das erst drei Tage alte Hengstfohlen von „Freudenfest“ und „Agatha Christy“ wurde noch nicht mit dem Brandzeichen versehen, dafür war es noch zu jung. Aufregend war der erste Ausflug für das Jungtier aber trotzdem. Der Pferdeanhänger, mit dem die beiden Trakehner zur Fohlenmusterung transportiert werden sollten, wurde auf dem Weg von Schieder nach Hämelschenburg in einen Unfall verwickelt und von der Gabel eines Frontladers seitlich aufgerissen. „Unser Fohlen war die Ruhe selbst und hat den Unfall unbeschadet überstanden. Die Elitestute Agatha Christy allerdings hatte nicht ganz so viel Glück wie ihr Fohlen und wurde beim Bremsvorgang verletzt, so dass wir den Tierarzt konsultieren mussten“, so Besitzerin Anja Ackermann-Kriwet. Auch sie musste sich von dem Schrecken erst einmal erholen, konnte zur Fohlenmusterung aber schon wieder lächeln und hofft nun, „dass der kleine braune Trakehnerhengst jetzt nicht immer im offenen Cabrio fahren möchte“.



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