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Dumm oder dreist: Aldi-Räuber ließ sich einschließen

 

Aerzen (ube). Der bewaffnete und maskierte Verbrecher, der am Freitagabend den Tresor des Aldi-Marktes an der Blankschmiede in Aerzen plünderte (wir berichteten), hat sich vor der Tat einschließen lassen – er  saß eigentlich in der Falle, hatte Glück, dass die Verkäuferinnen die Tür wieder entriegelten und ihm in die Arme liefen. Eine solche Vorgehensweise macht keinen Sinn – sie gibt den Polizeibeamten daher Rätsel auf.

veröffentlicht am 08.11.2009 um 18:20 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 18:41 Uhr

Aldi
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Dumm oder dreist: Aldi-Räuber ließ sich einschließen

 

Aerzen (ube). Der bewaffnete und maskierte Verbrecher, der am Freitagabend den Tresor des Aldi-Marktes an der Blankschmiede in Aerzen plünderte (wir berichteten), hat sich vor der Tat einschließen lassen – er  saß eigentlich in der Falle, hatte Glück, dass die Verkäuferinnen die Tür wieder entriegelten und ihm in die Arme liefen. Eine solche Vorgehensweise macht keinen Sinn – sie gibt den Polizeibeamten daher Rätsel auf.

 

 Es ist 20.20 Uhr. Feierabend. Die Filialleiterin (25) aus Bodenwerder und eine Verkäuferin (28) aus Hessisch Oldendorf verlassen das Geschäft, schalten die Alarmanlage scharf und verriegeln die Eingangstür. Plötzlich geschieht etwas, womit die jungen Frauen nicht gerechnet haben. Die Sirene ertönt, rote Rundumleuchten blitzen auf. Was ist passiert? Die Aldi-Angestellten vermuten, dass irgendwo ein Karton umgestürzt ist. Das könnte einen Bewegungsmelder aktiviert haben.

 Die Einzelhandelskauffrauen schließen den Laden wieder auf; sie wollen nach dem Rechten sehen. Auf dem Weg zum Büro taucht wie aus dem Nichts ein ganz in Schwarz gekleideter Mann auf. Er hat sich eine Motorrad-Sturmhaube über den Kopf gezogen, trägt wohl auch eine Sonnenbrille. In einer Hand hält der Räuber eine Schusswaffe. Der Täter macht unmissverständlich klar, was er will. Die Tageseinnahmen.

 Mit Waffengewalt zwingt er die Filialleiterin, den Tresor zu öffnen. Ihre Kollegin muss sich derweil auf den Boden legen. Das Geld – die Polizei spricht von einer vierstelligen Summe – muss die 25-Jährige in eine Plastiktüte stecken, die der Täter mitgebracht hat. Der Mann muss Nerven wie Drahtseile haben. Dass die Alarmsirene heult und blinkt und die Polizei unterwegs ist, scheint ihn nicht zu stören. Im Gegenteil: Als er die Beute schon hat, will er noch mehr Geld. Er droht der Chefin auf Deutsch mit einem osteuropäischen – möglicherweise russischen – Akzent: „Los, sonst erschieße ich die Frau.“ Eine furchtbare Situation für die Opfer, denn sie wissen: In dem Laden gibt es kein weiteres Bargeld.

 Der Täter glaubt den Frauen. Er lässt sich die Hintertür aufschließen und verschwindet in der Dunkelheit. Vermutlich läuft er in Richtung B 1.

 Die Überfallenen stehen unter Schock – die Opfer werden wenig später vom Team eines Rettungswagens untersucht.

 Mit einem Großaufgebot an Kräften fahndet die Polizei nach dem dreisten Räuber – bislang ohne Erfolg.

 Der Fahrer eines lilafarbenen Omnibusses, der zur Tatzeit an der Blankschmiede gehalten hat, könnte ein wichtiger Zeuge sein. Dewezet-Leser, die verdächtige Beobachtungen gemacht haben, werden gebeten, sich mit Kriminalhauptkommissar Frank Keller und seinem Ermittlungsteam in Verbindung zu setzen. Telefon: 05151/933-222.

 Der Gesuchte ist 20 bis 30 Jahre alt, 1,75 bis 1,80 Meter groß und schlank. Er hat eine auffallend große Nase, vermutlich mit einem Höcker.

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