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Rückschlag für Gemeinde – und besonders die Jugendlichen

Dumm gelaufen: DIN-Vorschriften bremsen BMX-Fahrer aus

Aerzen (sbr). Die Freude währte nur kurz: Kaum war die Schanze für die BMX-Fahrer im Aerzener Stadion aufgebaut, kam auch schon weiß-rotes Absperrband davor – die Anlage entspricht nicht den Vorschriften.

veröffentlicht am 20.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Als Aerzener Kinder und Jugendliche im vergangenen Jahr innerhalb eines Ferienpassprojektes ihren Heimatort aus der Kameraperspektive erkundeten, fiel dem Nachwuchs bereits damals der trostlose Zustand vieler Kinderspielplätze im Flecken auf, ebenso wie das Fehlen eines geeigneten Geländes für die zahlreichen jungen BMX-Radsportler. Im Rahmen einer Ausstellung hatten sie das Ergebnis ihres Projektes öffentlich gemacht und an die Politik appelliert, bei allen Sparzwängen nicht zu vergessen, Aerzen auch für nachfolgende Generationen lebenswert zu gestalten.

Während sich an der Situation der Kinderspielplätze bisher leider nur wenige Veränderungen feststellen ließen, was Jugendsozialarbeiterin und Initiatorin der Ferienpass-Aktion Nicole Lubetzky und ihr Betreuerteam sehr bedauern, kam in Sachen Standortsuche für die BMX-Anlage kurzzeitig hoffnungsvolle Bewegung. Auf dem Hartplatz im Stadion am Veilchenberg wurde eine Viertelröhre, eine sogenannte Quarterpipe, aufgestellt. Doch leider kann die schanzenartige Konstruktion für sportliche Freestyle-Manöver nicht in Betrieb genommen werden. Einem geschenkten Gaul schaut man bekanntlich nicht ins Maul, doch als die offizielle Abnahme der von einem Privatmann kostenlos zur Verfügung gestellten BMX-Quarterpipe anstand, musste der Flecken Aerzen, allen voran Jugendsozialarbeiterin Nicole Lubetzky, nach intensiver Recherche feststellen, dass die zu erfüllenden Auflagen zwischen einer privaten und einer öffentlichen Nutzung weit auseinanderklaffen.

„Die Breite der Quarterpipe entspricht nicht der aktuell geltenden DIN-Norm. Daher kann die BMX-Anlage nicht in Betrieb genommen werden“, erklärt Andreas

Wittrock, Erster Gemeinderat des Fleckens Aerzen. „Wir suchen jetzt nach anderen Möglichkeiten und Lösungen, denn trotz dieses Rückschlags ist das Thema BMX-Anlage für den Flecken Aerzen nach wie vor aktuell“, so Andreas Wittrock weiter.

Der Standort der neuen BMX-Anlage im Aerzener Veilchenbergstadion war von vornherein nicht ganz unumstritten, das möchte Nicole Lubetzky nicht verschweigen. Dennoch verteidigt sie den möglichen neuen Standort Stadion: „Das BMX-Radfahren ist genauso eine Sportart wie Fußball oder Leichtathletik. Ich erwarte von den Jugendlichen, dass sie mit den anderen Sportlern respektvoll umgehen und den Trainingsbetrieb nicht stören“, sagt die Jugendsozialarbeiterin. Im Gegenzug hofft sie auf die Hilfe der Sportler, sollte einmal ein BMX-Fahrer stürzen und sich verletzen. Eine Aufsichtspflicht hätten die Sportler des MTSV gegenüber den BMX-Radfahrern allerdings nicht zu erfüllen, diese obliegt ausschließlich dem Betreuerteam des Jugendraums, betont sie. Mit MTSV-Vorstandsteammitglied Daniel Sigusch hat Nicole Lubetzky bereits das Gespräch gesucht und um Verständnis für einen möglichen Parallelbetrieb innerhalb der Aerzener Sportstätte geworben.

Mit rot-weißem Flatterband abgesperrt: Nur fürs Foto durften die Aerzener BMX-Sportler die Quarterpipe erklimmen. Sie entspricht nicht der DIN-Norm und darf deshalb nicht in Betrieb genommen werden, was Jugendsozialarbeiterin Nicole Lubetzky (re.) sehr bedauert.

Foto: sbr



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