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Weniger Parkplätze, Hecke statt Mauer – das spart Geld / Baubeginn in Groß Berkel im Frühjahr 2013

Dorfplatz soll 40 000 Euro weniger kosten

Groß Berkel (sbr). „Der Pfarrmeierhof Kather war einer der Urhöfe von Groß Berkel. Zur Zeit Napoleons war er der sechstgrößte Vollmeierhof im Dorf. Der letzte Eigentümer, Werner Kather, verkaufte ihn an den Flecken Aerzen und riss die aus den 1840er Jahren stammenden Gebäude 1988 ab. Heute befindet sich an der Stelle der große Parkplatz gegenüber dem Pfarrhaus“, ist aus der Chronik des Dorfes Groß Berkel über den wüsten Platz in der Dorfmitte zu erfahren. Die Chronik erschien 1993. An der unschönen Situation in unmittelbarer Nähe zur Kirche hat sich seit Jahrzehnten nichts geändert. Sein 25-jähriges Jubiläum soll der unansehnliche Platz allerdings nicht mehr erleben, das hat die Politik in der jüngsten Sitzung des Dorferneuerungsausschusses einstimmig beschlossen. Baubeginn für die Umgestaltung von Kathers Hof in einen multifunktionellen Dorfplatz soll im Frühjahr 2013 sein. Zur Realisierung dieser Baumaßnahme sind jeweils 50 000 Euro im laufenden und im folgenden Haushalt vorgesehen.

veröffentlicht am 23.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 11:21 Uhr

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Erste Entwürfe zur Neugestaltung von Kathers Hof stammen aus dem Jahr 2007. Damals waren Kosten in Höhe von etwa 200 000 Euro veranschlagt worden, um einen befestigten und begrünten multifunktionalen Platz entstehen zu lassen. „Diese Kosten mussten im Haushalt immer wieder zurückgestellt werden, weil die finanzielle Situation des Fleckens Aerzen damals noch angespannter war als heute“, erklärt Bürgermeister Bernhard Wagner. Der etwa 20 Personen starke Groß Berkeler Dorferneuerungsausschuss hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit den Plänen beschäftigt und dabei ein Einsparungspotential von etwa 40 000 Euro herausgearbeitet. Heraus kam bei der Neuplanung ein multifunktioneller Dorfplatz mit etwa 30 breiten Parkplätzen und einer großzügigen Grünfläche, die Platz für Ruhebänke und eine Boulebahn bietet. Verzichtet wurde auf eine kostspielige Bruchsteinmauer. „Zur Dorfstraße hin wird der Platz durch eine Hainbuchenhecke abgegrenzt, die ebenfalls den dorftypischen Kriterien entspricht und zusätzlich zur Begrünung beiträgt“, erklärt Bernhard Wagner. Alternativ hätte auch ein Staketenzaun zur Abgrenzung eingeplant werden können, aber man hat sich im Ausschuss für zusätzliches, aber dennoch pflegeleichtes Grün entschieden, sagt der Bürgermeister. Auch die Zahl der benötigten Parkflächen sei vom Dorferneuerungsausschuss genau unter die Lupe genommen worden, sagt Waltraud Wempe, Sprecherin des Ausschusses. Der Bedarf war mit ursprünglich 40 Stellplätzen hoch veranschlagt. „Wir haben uns auf deutlich weniger, dafür aber auch breitere Parkplätze geeinigt. Das ist für Benutzer komfortabler und bringt gleichzeitig Einsparungen bei den Baukosten mit sich“, erklärt die sie. „Es sind drei Behindertenparkplätze sowie Anschlüsse für Strom, Wasser und Schmutzwasser im neuen Plan vorgesehen. Die veranschlagten Kosten belaufen sich auf rund 160 000 Euro einschließlich Fördermittel von Land und Kreis“, sagt der Bürgermeister. An das ehrenamtliche Engagement der Bürger und Bürgerinnen für die Dorfgemeinschaft appelliert Ortsbürgermeisterin Renate Oetzmann. „Die veranschlagten Kosten können durch Eigenleistungen aus der Bevölkerung zusätzlich gesenkt werden. Gedacht ist dabei beispielsweise an gemeinsame Pflanzaktionen“, sagt Oetzmann, die in der Baumaßnahme nicht nur eine Parkplatzbefestigung, sondern vorwiegend eine Aufwertung des dörflichen Ambientes sieht.

Der Dorfplatz in Groß Berkel soll in der Dorfmitte entstehen. Bis zum Jahr 1840 stand auf der Fläche der Pfarrmeierhof Kather, derzeit befindet sich dort ein Parkplatz.

Quelle: google earth/sbr, Grafik: Wal

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Quelle: Google earth/sbr, Grafik: Wal R. Oetzmann


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