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Sollten Grundschule und Kindergarten in Groß Berkel zusammengelegt werden? / SPD stellt Antrag

Diskussion neu entbrannt

Groß Berkel. Das Thema ist nicht neu, aber immer, wenn es wieder einmal auf irgendeiner Sitzungstagesordnung erscheint, wird es – öffentlich oder nicht öffentlich – leidenschaftlich diskutiert: Die Rede ist von einer möglichen Zusammenlegung von Grundschule und Kindergarten in Groß Berkel – in welcher Form auch immer.

veröffentlicht am 27.03.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 27.10.2016 um 21:21 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Befeuert wurde das heikle Thema aktuell von Ratsmitglied Christoph Sommer. Der Groß Berkeler hat im Namen der SPD-Grünen-Gruppe im Rat des Fleckens Aerzen den Antrag auf die Erstellung eines gemeinsamen Konzepts beider Einrichtungen gestellt und die Verwaltung gebeten, dies zu veranlassen. Die angespannte Haushaltssituation zwinge die Gemeinde Aerzen zu zukunftsorientierten Maßnahmen auch im Bereich von Kindergarten und Schule, beschreibt die Mehrheitsgruppe im Rat den Grund, warum sie im Rahmen der jüngsten öffentlichen Sitzung die Verwaltung aufgefordert hat, gemeinsam mit der Grundschule Groß Berkel und dem Groß Berkeler St.-Johannis-Kindergarten ein Konzept für eine intensive und kostensparende Zusammenarbeit zu entwickeln.

Eine Überprüfung der Einzugsbereiche der Grundschule Groß Berkel sei in diesem Zusammenhang zwingend erforderlich, führte Sommer in seinem Antrag weiter aus. Durch bereits erfolgte Vorarbeiten sollte ein Ergebnis noch vor Beginn der Sommerferien 2015 vorliegen und in der letzten Schulelternratssitzung vor den Ferien beraten werden können, vertritt er stellvertretend für seine Mehrheitsgruppe die Ansicht. Wie diese Vorarbeiten aussehen, lässt der Antrag aber offen. Fakt ist: Die Grundschule Groß Berkel hatte bis Mitte Januar Zeit, dem Schulausschuss ein Raumnutzungskonzept nach ihren Wünschen und Vorstellungen als Diskussionsgrundlage vorzulegen.

Das hatte der Schulausschuss angesichts der zu erwartenden immensen Kosten für die aller Wahrscheinlichkeit nach notwendige Teilsanierung der Grundschule gefordert (wir berichteten). Laut Aussage des Ortsrates verschlingt allein die Sanierung des zwischenzeitlich verschlossenen Raumes rund 50 000 Euro. Angesichts der angespannten Finanzlage des Fleckens Aerzen und der zu erwartenden Sanierungskosten im mindestens fünfstelligen Bereich stehen die Kommunalpolitiker wieder einmal vor der zwischenzeitlich ausgesetzten Diskussion, ob und in welcher Form die Grundschule und der Kindergarten in Groß Berkel zusammengelegt werden könnten. Bereits vor einigen Jahren war dieses Thema kontrovers in den politischen Gremien diskutiert und letztlich besonders in der Öffentlichkeit und vonseiten der Kirchengemeinde als Träger des Kindergartens auf Ablehnung gestoßen.

Mittlerweile stellen sich jedoch im Zuge des demografischen Wandels und stark sinkender Geburtenraten ganz andere Fragen: Kann der Schulstandort Groß Berkel durch die Zusammenlegung mit dem örtlichen Kindergarten wirklich dauerhaft gesichert werden? Ist es finanziell überhaupt tragbar, an zwei Gebäuden mit mittlerweile immensem Sanierungsbedarf festzuhalten oder ist jetzt der Zeitpunkt gekommen, mit einem Kindergartenanbau im Zuge der nötigen Sanierungsarbeiten an der Grundschule einen Schritt in Richtung Zukunft zu wagen?

Die SPD-Grünen-Gruppe hat mit ihrem aktuellen Antrag nun erneut öffentlich Fragen zur Überlegung gestellt. „Wir sehen es als notwendig an, einen Antrag auf ein gemeinsames Konzept beider Einrichtungen zu stellen und bitten die Verwaltung, dieses zu veranlassen“, lautet ihre Aufforderung zum unverzüglichen Handeln, und die nächste Diskussionsrunde rund um die Zusammenlegung der beiden Einrichtungen dürfte damit erneut offiziell eröffnet sein.



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