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Anwohner in Hagenohsen sorgen sich wegen bevorstehender Bauarbeiten am Ohrberg

Die Sperrung und die Folgen

EMMERTHAL. Es ist wieder mal die bevorstehende Vollsperrung der B 83 am Ohrberg und die Sorge, dass Autofahrer sich Ausweichrouten suchen, die zu einem Antrag der Gruppe der SPD und Bündnis90/Die Grünen im Emmerthaler Rat führte. Anwohner sind in Sorge, befürchten eine extreme Verkehrsbelastung.

veröffentlicht am 17.05.2016 um 13:20 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:48 Uhr

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Autor:

Friedrich-Wilehlm Thies
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So befürchten nämlich Anwohner der Friedensburgstraße und der Straße „Am Brink“ in Hagenohsen, dass Autofahrer mit dem Zielen im Raum Börry oder zur Weserbrücke Daspe diesen Weg als Ausweichroute wählen könnten, weil auf der Hagenohsener Straße (L 424) größere Staus und lange Wartezeiten beim Abbiegen zu erwarten sind. „Schlechte Erfahrungen bei den letzten Sperrungen der Bundesstraße hat es bereits gegeben“, berichtete James Palmer (SPD) bei der Vorstellung des Antrages im Emmerthaler Ortsrat. Außerdem komme jetzt noch die Sperrung der Route über den Bückeberg mit der Sperrung der K 50 (wir berichteten) dazu. Doch die beiden Straßen sind sehr eng, Begegnungsverkehr ist kaum möglich. „Daher sehen wir eine Nutzung der beiden Straßen nur für Anlieger als einzige Option, einem steigenden Durchgangsverkehr entgegenzuwirken“, betonte der Sozialdemokrat. Nietschke (FWE) konnte der Sache nur seine volle Unterstützung zusichern und auch der Ortsrat stimmte einstimmig für den Antrag. Der Erste Gemeindrat Elmar Günzel erklärte ergänzend, nach Vorgesprächen mit dem Landkreis als Straßenverkehrsbehörde sei auch von dort Zustimmung signalisiert worden, die Straße für den Durchgangsverkehr zu sperren.

Und es gab gleich mehrere Problemfälle in Sachen Straßen und Verkehrsregelung, mit der sich der Ortsrat Emmethal in seiner jüngsten Sitzung beschäftigen musste. Neben der Sperrung der Friedensburgstraße und „Am Brink“ in Hagenohsen für den Durchgangsverkehr soll auch geklärt werden, ob es auf der Berliner Straße in Kirchohsen zukünftig eine dauerhafte Geschwindigkeitsbeschränkung geben soll. Und „Im Mittelfeld“ in Emmern hat wackeliges, unebenes Pflaster eine Seniorin zu Fall gebracht. Auch hier sollte nach einer Lösung gesucht werden.

Erfreuliches konnte von der Berliner Straße in Kirchohsen berichtet werden. Nachdem aufgrund der passenden Witterung jetzt die schlimmsten Schäden dauerhafter ausgebessert wurden, konnte die Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Kilometer pro Stunden wegen massiver Straßenschäden wieder aufgehoben werden. Jetzt kann der Verkehr wieder mit den normalen, innerorts üblichen 50 km/h fließen. Doch es stellte sich die Frage, welche Geschwindigkeit dort in Zukunft gefahren werden soll. Der Ortsrat machte es kurz und ohne große Diskussion sprach sich einstimmig dafür aus, es auch zukünftig dabei zu belassen. Eine dauerhafte Beschränkung auf 30 km/h ist damit zunächst einmal vom Tisch.

In Emmern in der Straße „Im Mittelfeld“ gibt es Probleme mit loser Verbundsteinpflasterung, wobei einzelne Steine als Stolperfallen herausragen. Dort handelt es sich um eine 30er-Zone ohne abgesetzten Bürgersteig. Eine Seniorin aus der Siedlung hatte der Verwaltung jetzt mitgeteilt, dass sie mit ihrem Rollator einem am Fahrbahnrand – verkehrsrechtlich allerdings absolut korrekt, wie der Erste Gemeinderat Günzel betonte – geparkten Lkw habe ausweichen müssen, dabei über die hoch stehenden Pflastersteine gestolpert und dann gestürzt sei, wobei sich die fast 70-Jährige Schürfwunden an den Beinen zuzog. Die Einwohnerin aus Emmern bat um Abhilfe. Nun sind dem Ortsrat die Probleme dort bekannt, wie Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer (CDU) erklärt. Dauerhafte Abhilfe könnte nur eine Komplettsanierung schaffen, die aber wieder Kosten mit sich bringt. Welzhofer: „Wir führen die Straße in einer Liste zu einem Gehweg- und Straßen-Sanierungsprogramm in der Priorität 2.“ Somit dürfte eine schnelle Sanierung nicht realisiert werden. Allerdings soll dort ein einseitiges Halteverbot eingerichtet werden, um den Fußgängern wenigsten auf einer Seite ungehinderten Platz zu verschaffen. „An welcher Seite das Halteverbot aufgestellt wird, sollten wir bei einem Ortstermin besprechen und die Bürger dort mit einbeziehen“, stellte der Ortsbürgermeister fest.



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