weather-image
29°
Flurbereinigung Reinerbeck tritt in die entscheidende Phase / Teilnehmerversammlung stellt Weichen

Die schwierigen Gespräche stehen noch bevor

Reinerbeck (wj). Die Teilnehmerversammlung in der Flurbereinigung Reinerbeck im Dorfgemeinschaftshaus füllte dort nicht nur den Raum bis auf den letzten Platz, sie war auch hochkarätig besetzt: Projektleiter Edgar Bäkermann mit seinen Mitarbeitern Kai Herten, Carsten Bödecker und Petra Götz ließen mittels Leinwandprojektion anschaulich die bisher durchgeführte Feststellung der Wertermittlung (2006), die Genehmigung des Wege- und Gewässerplanes (2007), die Feststellung der Grenzen und der inzwischen ausgebauten oder neu gebauten Wirtschaftswege Revue passieren.

veröffentlicht am 15.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:41 Uhr

270_008_4186340_lkae101_16.jpg
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

So wurden der bis 2008 fertiggestellte „Bruchsche Koppelweg“, der sogenannte „Rehersche Mergelweg mit neuer Hummebrücke“ (an der Pulvermühle), „Eickerbornweg“ mit Verlängerung und Anbindung an die Kreisstraße 36 an der lippischen Grenze, „Grießemer Weg“, neue „Schwarzbachbrücke/Echternfeldweg“ und der „Nierenfeldweg“, mit Verlängerung bis zur Hummebrücke an der Pulvermühle, aufgezeigt, Voraussetzung für die 2010 geplante vorläufige Besitzeinweisung. Damit tritt die „Flurbereinigung Reinerbeck“ in die entscheidende Phase.

Flächen müssen neu zugeschnitten werden

Jeder Teilnehmer wird vom Amt für Landentwicklung zu einem Gesprächstermin eingeladen und jeder Teilnehmer kann seine Abfindungswünsche äußern, die bei der Zuteilung der neuen Flächen berücksichtigt werden müssen, allerdings nicht immer erfüllt werden können. Projektleiter Edgar Bäkermann machte deutlich, dass der Vorstand der Flurbereinigung Reinerbeck um seinen 1. Vorsitzenden Gerd-Ulrich Prescher hier keinerlei Mitspracherecht hat, wenn es um die Zuteilungsplanung und der vorläufigen Besitzeinweisung der neuen Flächen geht.

Dabei geht es vor allem um den Grundsatz der wertgleichen Abfindung, der gleichen Lage (bedeutet aber nicht gleiches Grundstück) und der Berücksichtigung der betriebswirtschaftlichen Verhältnisse, zum Beispiel Acker-Grünland-Verhältnis. Die Grundsätze der Landabfindung sind im Paragraphen 44 des Flurbereinigungsgesetzes geregelt. Nach der vorläufigen Besitzeinweisung wird der Besitz der Flächen getauscht, das heißt: Jeder bewirtschaftet schon seine neuen Flächen, doch sind im Grundbuch noch die alten Flächen eingetragen, da der Flurbereinigungsplan erst 2011 vorgelegt wird. Erst danach erfolgt die Berichtigung des Liegenschaftskatasters und die Grundbuchberichtigung, das ist für das Jahr 2013 vorgesehen.

In der anschließenden lebhaften Diskussion dieser Informationsveranstaltung wies Projektleiter Edgar Bäkermann darauf hin, dass die restlichen Wegearbeiten, so auch die Umlegung des „Splenterbaches“ (im Bereich Reher-Bruch) für 2010 vorgesehen sind und die Bau-Abnahme der bisher fertiggestellten Wirtschaftswege am 20. Oktober 2009 erfolgen wird.

Bereits im Sommer verlängerten Fachfirmen den Nierenfeldweg um 420 Meter bis zur neuen Hummebrücke an der Pulvermühle, wo er auf den sogenannten „Reherschen Mergelweg“ trifft – eins von mehreren Projekten in diesem Jahr. Nun befasste sich die Teilnehmerversammlung mit den weiteren Plänen.

Fotos: wj

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare