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Beim ungewöhnlichen Rennen in Börry gehen 14 Piloten an den Start

Die kleine Hanna ist mit dem Rasenmäher kaum zu bremsen

veröffentlicht am 29.08.2016 um 16:02 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:26 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Gleich im ersten Rennen lässt Hanna, die als Vorjahreszweite gesetzt ist, ihren Gegner weit hinter sich. Dessen Gefährt gibt in der dritten Runde seinen Geist auf.

Zum achten Mal hatten Dieter Brockmann und sein Museumsteam zum Rasenmäherrennen eingeladen. „Es kommt auf Geschicklichkeit und ein bisschen auf Motorkraft an“, erklärt Vorjahressieger Michael Knille aus Börry. „Die kleine Hanna ist echt gut“, sagt er und nimmt die Herausforderin in den Arm.

„Ich gebe eigentlich immer nur Gas“, verrät die, „und bremse nur ganz selten.“ Auf dem Kurs warten zahlreiche Aufgaben auf die Piloten der Knatterkisten: Dartwerfen, eine Stange umsetzen, eine Staubkurve, die gefürchteten Kippbretter, die viel Mut erfordern und ein automatischer Rundenzähler, bei dem eine Flasche auf Pfosten weitergesetzt werden muss.

Hanna gibt richtig Gas – und macht am Ende das Rennen. Foto: eaw

Nicht allen Gefährten bekommt die brütende Hitze. Immer wieder müssen Helfer aus dem schattigen Fahrerlager herbeieilen, um die streikenden Motoren und auch verlorene Einzelteile zu von der Bahn zu bergen.

„Hanna hat als Sechsjährige ein Rennen mit Sandra Meisel gesehen, durfte auf dem Schoß mitfahren. Seitdem ist das ihr Sport. Leider waren lange die Beine zu kurz, aber jetzt legt sie richtig los“, berichtet ihre Mutter. Eigentlich würde die kleine Rasenmäher-Rennfahrerin schon gerne bei den Großen mitfahren , so wie ihr Vater, der einen 13 PS Mäher über den Kurs jagt. „Aber man darf erst starten, wenn man 12 ist“, bedauert die Mutter. „Hanna ist top, die zeigt uns, wo’s lang geht“, sagen die alten Hasen im Fahrerlager. So wie Rolf Zander. Der 59-Jährige fährt einen PS-armen, höchsten 10 Stundenkilometer schnellen Mäher Marke Eigenbau.

„Das letzte Mal wurde er wegen Langsamkeit disqualifiziert“, witzeln die Gegner. Zander mit gelber Brille und weißer Sturzkappe ficht das nicht an. „Was wollt ihr denn, ich habe vier PS“, erwidert er und alles lacht. Auch Rolf Keller lacht, obgleich ihm eigentlich anfangs zum Weinen gewesen war. „Wir haben Rasenmäherrennen und Dorfflohmarkt und der Landkreis schreibt erst am Donnerstag, dass die Straßen wegen des Radrennens gesperrt werden. Was beim Felgenfest prima geklappt hat, das ist jetzt voll in die Hosen gegangen.“



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