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Zuschüsse für Bahnhofsplanungen – doch Gemeinde muss erst auf Entscheidungen der DB-Tochter warten

Die gute Nachricht hilft nicht weiter

EMMERTHAL. Darauf warten die Emmerthaler seit Jahren: die Planungen zur Umgestaltung des Bahnhofes, besonders mit zusätzlichen Parkplätzen. Nun sind der Gemeinde weitere Gelder aus Hannover bewilligt worden. Theoretisch könnte sie die Planungen beginnen, doch muss sie zunächst auf Entscheidungen der DB-Tochter warten.

veröffentlicht am 31.08.2018 um 12:57 Uhr

Millionenprojekt Bahnhof: Die Planungen kommen nicht recht voran. Foto: Dana
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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„Damit sind wir im Grunde in der Lage, den Bahnhof planerisch anzugehen“, sagte der Erste Gemeinderat Elmar Günzel vor Politikern des zuständigen Fachausschusses. Allerdings: Noch bleibt offen, was die DB Station&Service AG als Eigentümerin des Bahnhofs in Emmerthal, die das Areal sanieren und modernisieren will, vorsieht. „Es ist nicht so einfach zu planen, wenn wir nicht wissen, was die Bahn vorhat“, sagte Günzel über die Probleme, die Projekte aufeinander abzustimmen. Zumindest aber sei angekündigt worden, im Herbst Näheres zu erfahren. Derzeit prüft ein Ingenieurbüro statt einer teuren Tunnellösung eine mit Aufzügen verbundene Brücke, um zum Mittelbahnsteig zu gelangen.

Die Gemeinde selbst bekommt Gelder aus der Städtebauförderung, für das Emmerthal gemeinsam mit Aerzen ein Netzwerk bildet. Vor wenigen Tagen hieß es missverständlich aus dem zuständigen Ministerium, dass Emmerthal 1,42 Millionen Euro aus dem Programm „Kleinere Städte und Gemeinden“ erhalte. Allerdings ist dort die Geschäftsstelle für beide Kommunen untergebracht – 1,375 Millionen Euro sind für die Nachbarn vorgesehen als Zuschuss für den Kindergarten-Neubau in Groß Berkel. „Dafür haben wir vor einigen Jahren mit dem Bildungshaus Ilsetal profitiert“, meinte Günzel über das damalige Millionenprojekt für Kindergarten und Grundschule in Börry. Auf Emmerthal entfielen nun aus der Städtebauförderung rund 51 000 Euro (2017: 90 000; 2016: 24 000) als weiterer Beitrag zur Zweidrittel-Finanzierung, um das Bahnhofsumfeld zu überplanen. Mit dem Anteil der Gemeinde stünden 250 000 Euro Verfügung. Die Gemeinde strebt mehr Parkplätze für Pendler an, die teilweise die Seitenstraßen mit ihren Autos versperren, aber auch ein attraktiveres und möglichst barrierefreies Umfeld bis hin zum Einkaufszentrum steht im Mittelpunkt.

Deshalb hatte die Gemeinde erhofft, möglichst früh im Ende 2014 verabschiedeten und bis zum Jahr 2025 anvisierten Investitionsprojekt „Niedersachsen ist am Zug“ mit Emmerthal unter landesweit 44 Bahnhöfen an der Reihe zu sein. Dort waren ursprünglich Kosten in Höhe von vier Millionen Euro veranschlagt. Selbst Gespräche im zuständigen Ministerium hatte Bürgermeister Andreas Grossmann deshalb geführt. Im Frühjahr verkündete das Unternehmen DB Station&Service AG dann die schlechte Nachricht, dass in Emmerthal ein Baubeginn erst für die Jahre 2023/24 vorgesehen sei.



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