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Institut für Solarenergieforschung legt Bilanz vor / McAllister kommt im Juni zur 25-Jahr-Feier

„Die beste Mischung macht das beste Produkt“

Emmerthal (cb). Den rasanten Fall der Photovoltaik-Systempreise stellt das Institut für Solarenergieforschung (ISFH) in Emmerthal in seinem jetzt vorgestellten Jahresbericht 2011 heraus. „Es waren die sich gegenseitig bedingende Markt- und Technologieentwicklung und ein sehr harter internationaler Wettbewerb, die das bisher Geleistete hervorbrachten“, fasst Institutsleiter und Geschäftsführer Prof. Dr.-Ing. Rolf Brendel zusammen – und hebt den Anteil des ISFH daran hervor.

veröffentlicht am 27.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 30.10.2016 um 16:41 Uhr

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Brendel bezeichnet Technologieentwicklung als eine Gemeinschaftsaufgabe. „In unseren heutigen Solarprodukten mischen sich Ideen, Erfahrungen und Materialien aus den Laboren und Fabriken der ganzen Welt“, heißt es in seinem Vorwort des Berichts, mit dem auf 94 Seiten die wichtigsten Ereignisse des Instituts für 2011 dargestellt werden. „Die beste Mischung macht das beste Produkt“, so Brendel. „Das ISFH leistete 2011 manchen Beitrag zum Solarenergiewissen der Welt.“

Der Bericht ging in Druck, bevor die von der Bundesregierung geplanten Änderungen am Erneuerbare Energien Gesetz mit radikalen Kürzungen bei der Solarförderung bekannt geworden waren. Wie berichtet, hatte auch Brendel die Pläne kritisiert. Da Kürzungen schon vorher zur Debatte standen, geht er in seinem Vorwort dennoch darauf ein. Die hohen Kosten der Solarenergie seien immer wieder das Hauptargument gegen eine weiter erforderliche politische Unterstützung. Er verweist aber darauf, dass die Systempreise von 5000 Euro pro Kilowattpeak im Jahr 2006 auf 2100 Euro im Jahr 2011 gesunken seien. Der Institutsleiter meint daher: „Preise sind keine Konstanten und sind daher nicht als Kriterium für den Ausschluss von Entwicklungsoptionen geeignet.“

Am Institut werden innovative Komponenten für die photovoltaische und solarthermische Nutzung der Sonnenenergie entwickelt. Das physikalische Verständnis der einzelnen Komponente und die Entwicklung kostengünstiger Herstellungsprozesse stehen im Zentrum des Interesses. Innerhalb der letzten sieben Jahre hat sich die Zahl der Mitarbeiter am ISFH verdoppelt – von 75 im Jahr 2004 auf 155 Ende vergangenen Jahres. Der Gesamtetat umfasste 2011 Einnahmen in Höhe von 11,75 Millionen Euro. 23 Prozent stammen aus dem Haushalt des niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur als institutionelle Förderung durch das Land. 5,23 Millionen Euro gab es von öffentlichen Forschungsförderern wie Bund, Land und EU, hinzu kommen 3,84 Millionen Euro aus der Industrie für Auftragsforschung.

„Auch im neuen Jahr wollen wir unseren Beitrag zu der großen Gemeinschaftsaufgabe Energiewende leisten, indem wir gemeinsam mit unseren Partnern Wege aufzeigen, wie die Solarenergie für alle noch preiswerter und gewinnbringender werden kann“, heißt es im Ausblick von Prof. Brendel. Ein besonderer Höhepunkt für dieses Jahr: Ende Juni wird die Gründung des ISFH vor 25 Jahren im Rahmen einer Feierstunde sowie eines Symposiums gewürdigt. Der niedersächsische Ministerpräsident David McAllister hat seine Teilnahme bereits zugesagt. Er wird den Grundstein für einen neuen Erweiterungsbau, das Labor „Integrierte Solare Systemtechnik (ISS)“, legen.

Die Zahl der Mitarbeiter am Solarforschungsinstitut hat sich innerhalb von sieben Jahren auf 155 verdoppelt.

Foto: Dana



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