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Alt und Jung auf Tour

Der „Zehner“ – großes Wandern rund um Aerzen

AERZEN. „Dieser Weg wird kein leichter sein, dieser Weg wird steinig und schwer …“ – Xavier Naidoo und Cassandra Stehen haben bereits musikalisch darauf hingewiesen, Und auch Frank Schiffling, der Vorsitzende des Heimat- und Verschönerungsvereins als Initiator des „großen Wanderns rund um Aerzen“, unterstreicht es: Der „Zehner“, wie der etwa 45 Kilometer lange Rundwanderweg um das Aerzener Becken gekennzeichnet ist, stellt eine echte Herausforderung dar.

veröffentlicht am 06.06.2016 um 16:21 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 13:03 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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Seit 1975 gibt es den Wanderweg in seiner heutigen Form sowie Ausschilderung. Der Verein schritt die anspruchsvolle Wegstrecke erstmals nach knapp drei Jahrzehnten wieder ab. Auch Aerzens Bürgermeister Bernhard Wagner stellte sich der sportlichen Herausforderung und nahm die gesamte Wegstrecke in Angriff. Am Zielpunkt, der Maikuhle in Groß Berkel, entledigte er sich dann erst einmal seiner Wanderschuhe. Trotz der ihm anzusehenden Erschöpfung zeigte sich Wagner dankbar, dass der Heimat- und Verschönerungsverein die Anregung aufgenommen und in diesem Jahr das Wanderevent gestartet hat. Viele der 60 Teilnehmer haben auf der Wanderung Gegenden des Fleckens Aerzen kennengelernt, in die man sonst nicht kommt, und Ausblicke genossen, die man so nicht vermutet hätte, berichtet der Bürgermeister. Auf neuen Wegen wanderte auch Heinrich Riebe aus Hameln. Mit sieben Wanderfreunden vom Wanderclub Weserbergland war der 79-Jährige – der Älteste im Teilnehmerfeld – auf der 25-Kilometer-Strecke gestartet. Ein kleiner Umweg ließ seine Tour um zwei Kilometer wachsen, erzählt er. Auch andere Teilnehmer gerieten auf Irrwegen und knackten so ungewollt die 50-Kilometer-Marke, wie Schiffling erzählt.

Zwei blinde Passagiere am Bein Schneller als von den Organisatoren geplant, erreichten die beiden 45-Kilometer-Bezwinger Markus Vogel und Gerno Semmelroth bereits zur besten Kaffeezeit den Start- und Zielpunkt oberhalb von Groß Berkel. Dort waren Bratwurst und Getränke als Abendbrot für die Wanderer bereitgestellt. Und dann hatte Markus Vogel auch noch blinde Passagiere an Bord, wie er schildert: Obwohl einige Wegstücke durch den Aerzener Bauhof im Vorfeld vom hüfthohen Gras befreit worden waren, brachte der Hamelner zwei Zecken aus dem Aerzener Wald mit.

Jüngste Teilnehmerin war die 24-jährige Laura Meyer-Hermann, die aus Berlin zum „Großen Wandern“ nach Aerzen angereist war. Sie hat erfolgreich gemeinsam mit ihrer Mutter Ina die 25-Kilometer-Strecke in Angriff genommen. Ute Wilkening musste nach etwa 35 zurückgelegten Kilometern am Feuerlöschteich bei Egge die sportliche Herausforderung abbrechen und den Fahrdienst in Anspruch nehmen. Die neuen Einlagen in ihren Wanderschuhen hatten ihren Füßen einfach zu sehr zugesetzt, berichtet sie. So mussten ihre beiden Begleiter Heinrich und Thorsten Heuer die Reststrecke zurück zur Maikuhle alleine bewältigen.

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  • Ein Hoch auf uns: Die Familien Gabriel und Meyer-Hermann feiern sich nach der langen Tour in der Maikuhle. Fotos: sbr

Mit Martina Zühlsdorff, Adelheit Redeker, Ingeborg Kaiser und Beate Krone hatte Andreas Uthe gleich vier Begleiterinnen auf der 20-Kilometer-Strecke. Gemeinsam waren sie zur Mittagszeit in Grießem gestartet. Verwundert zeigt sich die Fünfergruppe darüber, wie viele Bekannte sie auf dem Weg durch den Wald getroffen haben: „Die einen waren beim Holzmachen, die andern nutzten das schöne Wetter für einen Waldspaziergang, und sogar der Bürgermeister ist uns entgegengekommen“, sagt der Groß Berkeler.

In einem Punkt sind sich alle Teilnehmer einig: Die Veranstaltung war vom Heimat- und Verschönerungsverein bestens organisiert und auch die Verpflegung an den Versorgungspunkten war hervorragend. Damit steht einer Neuauflage des „großen Wanderns“ nichts mehr im Weg, meint Schiffling. Bleibt nur noch zu klären, ob die Veranstaltung künftig im Zwei-Jahres-Rhythmus oder aber jährlich stattfinden soll.



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