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Kabarettist David Leukert hat es nicht leicht

Der schmale Grat von gutem Humor

Emmerthal. Seine Pointen sind schon witzig. Aber er selbst ist es irgendwie nicht. Und so wie sich manche beim Erzählen von Witzen einfach schwertun, wirkte der Kabarettist David Leukert ein bisschen zu steif.

veröffentlicht am 19.11.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 03:21 Uhr

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Er parodierte überforderte Eltern, relaxte Jugendliche, die Bundeskanzlerin. Rappte, sang und spielte Mundharmonika. Aber nichts davon nahm man ihm wirklich ab. Es wirkte alles ein bisschen zu aufgesetzt – auswendig gelernt. Die gut 120 Gäste in der Kleinen Kultur(n)halle in Emmerthal amüsierten sich, lachten über seine Comedy und spendeten auch Beifall. Aber der große Funke ist nie übergesprungen.

Erziehung und der Generationenkonflikt war Leukerts Hauptthema, sein Running Gag (Dauerwitz) kreative ausländische Vornamen wie Tracy oder Chantal. Er kategorisierte die Eltern in progressiv, konservativ, prollig, ehrgeizig und überfürsorglich. Er berichtete von denen, die ihre Kinder in Chinesisch-Kurse für Zweijährige schicken, von anderen, die ihnen ein iPhone mit Rutsch-App schenken, und wieder anderen, die versuchen, die Kommunikation unter Teenagern zu verstehen. Für die Kinder selbst hatte er eigentlich kaum Kategorien, gerade mal „Gymnasiasten oder Opfer“. Ansonsten fasste er sie zusammen unter „Generation, zum Gammeln zu faul“.

Leukert schweifte auch ab, ein bisschen in die Brennpunkte seiner Heimatstadt Berlin, wo Schwaben einem das Leben erschweren, und in die Politik. Eigentlich auch nicht wirklich, er erinnerte an die FDP und veralberte Merkels Sprechstil. Dass er darüber lästerte, dass von Deutschen benutzte Worte wie „Handy“ von Amerikanern überhaupt nicht verstanden werden, war angesichts der NSA-Spähaffäre schon peinlich.

Von Carlhermann Schmitt



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