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Sorgenkind: Wellnessbereich im Hallenbad

Der Sauna-Ofen bleibt weiterhin kalt

EMMERTHAL. Saunafreunde müssen sich weiter in Geduld üben. Ihre Hoffnung, in Emmerthal wieder ein Dampfbad zu nehmen, bleibt vorerst zumindest ein Traum. Denn eine Lösung für die weitere Nutzung des Saunabereichs im Hallenbad an der Berliner Straße in Kirchohsen zeichnet sich nicht ab.

veröffentlicht am 14.01.2019 um 11:57 Uhr
aktualisiert am 14.01.2019 um 19:40 Uhr

Schwimmen geht, saunieren jedoch nicht. Der Erholungs- und Wellnessbereich des Hallenbades an der Berliner Straße in Kirchohsen kann seit 2015 nicht genutzt werden. Foto: hek
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Henner-E. Kerl Reporter
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Seit gut drei Jahren nun schon bleibt im Vithal-Center der Saunaofen kalt: Weit und breit ist kein Interessent in Sicht, der den Erholungs- und Wellnessbereich von der Gemeinde mieten möchte.

Dabei hat eigentlich alles so vielversprechend begonnen, als die Sauna- und Erholungscenter GmbH die Räume von der Gemeinde mietete und auf über 600 Quadratmetern das Vithal-Center mit einer modernen Saunalandschaft mit angeschlossener Heilpraktiker-Praxis zu einer Attraktion machte. Bis 2009 gab sich Geschäftsführer Sven Kahle mit der Entwicklung zufrieden und hegte gar Pläne, weiter zu investieren. Dann aber die Wende zum Negativen. Steigende Energiekosten und zusätzliche Mitbewerber im Einzugsgebiet brachten die GmbH in finanzielle Probleme. Zwar versuchte die Gemeinde, mit einer erheblichen Minderung der Miete dem Pächter zu helfen und damit das Komplettangebot von Hallenbad und Sauna zu retten, doch Ende April 2010 stellte Kahle den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens, und wenige Tage später blieben die Türen zu seinem Saunabereich geschlossen.

Die Gemeinde warb fortan um einen neuen Pächter, doch, so Bürgermeister Andreas Grossmann damals, der einzige ernsthafte Interessent sei aufgrund schlechter wirtschaftlicher Prognosen abgesprungen. Die Zahl von rund 8000 Besuchern im Jahr habe ihm nicht ausgereicht.

Erst 2011 sah alles nach einem Happy End aus, endlich kam wieder Leben in den unteren Bereich des Hallenbades: Ute Hüsing mietete die Räume an. Die staatlich geprüfte-Kosmetikerin aus Emmerthal bot vier verschiedene Saunen mit Saunagarten, Kosmetikinstitut inklusiv Massagen und Bistro an. Dazu konnten Saunabesucher das Hallenbad (Vithal Bad) kostenfrei mitbenutzen. „Leider konnte nur viel zu selten das gesamte Angebot genutzt werden“, blickt Hüsing zurück, „weil immer wieder technische Mängel und anfangs auch ein großer Wasserschaden auftraten. Die Gemeinde hätte richtig investieren müssen.“ Deshalb auch habe sie 2015 das Projekt wieder aufgegeben und sei mit ihrem Vital-Kosmetikstudio in das Gesundheitszentrum an der Hauptstraße umgezogen. Seither tut sich zum Leidwesen auch von Bürgermeister Andreas Grossmann und Fachbereichsleiterin Susanne Jürgens so gut wie nichts mehr. Auch aus Kostengründen. So bleibt der Fitness- und Gesundheitsbereich verwaist. Lediglich der Tauchclub der TSG Emmerthal und zuweilen der Jugendtreff der Gemeinde nutzen noch die teuren Räumlichkeiten.



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