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Medizinisches Versorgungszentrum Bad Pyrmont steht künftig Patienten von Peter Opala zur Verfügung

Der nächste Hausarzt verlässt Emmerthal

Emmerthal. Die hausärztliche Versorgung in Emmerthal bleibt durch das Agaplesion Medizinische Versorgungszentrum Bad Pyrmont gesichert, wenn Peter Opala, Facharzt für Allgemeinmedizin, seine Praxis aufgibt. Vorausgegangen waren diesem Entschluss zunächst viele erfolglose Bemühungen von Peter Opala und Bürgermeister Andreas Grossmann, einen Hausarzt als Nachfolger für den Kernort zu finden. Sie zeigten sich gestern erleichtert, dass mit der Tochtergesellschaft des Bad Pyrmonter Bathildiskrankenhauses eine Lösung im Interesse der Patienten gefunden worden sei.

veröffentlicht am 17.09.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 07:21 Uhr

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Fakt sei, dass dadurch ein weiteres Praxissterben auf dem Lande verhindert worden sei, sagte Opala, der nach Wunstorf umziehen will. Es sei keine Selbstverständlichkeit für ein Krankenhaus, die hausärztliche Versorgung zu übernehmen. „Die Alternative wäre gewesen, dass der Arztsitz erlischt.“ Dann hätte es nur noch zwei Ärzte in Emmerthal gegeben – fast schon Verhältnisse wie in den neuen Bundesländern, meinte Opala.

„Ein Horrorszenario“ wäre das gewesen, sagte Grossmann, der sich frühzeitig mit in die Suche nach einem Nachfolger eingeschaltet hatte. Ebenfalls erfolglos, obwohl die Gemeinde einige Vergünstigungen für einen neuen Arzt in Aussicht gestellt habe. „Reaktion gleich null“ – kaum ein Arzt wolle noch in die ländliche Region, sagte Grossmann, der daran erinnerte, dass deshalb bereits vor einigen Jahren eine Praxis in Grohnde aufgegeben worden sei. Seine Sorge: Auf 5000 Einwohner komme nur ein Arzt. Schließlich sei der Kontakt zu Alfred Karl Walter als Geschäftsführer der Agaplesion Ev. Bathildiskrankenhaus gGmbH entstanden – „mit gutem Ausgang“, sagte der Bürgermeister. „Wir sehen uns in der Verantwortung, die hausärztliche Versorgung in Emmerthal sicherzustellen“, begründete Walter den Schritt, über die Tochtergesellschaft dort eine Zweigpraxis zu betreiben. Seine wichtigste Botschaft: „Für die Patienten ändert sich erst einmal nichts.“

Ab 1. Oktober wird die Praxis unter der Führung des Agaplesion Medizinischen Versorgungszentrums Bad Pyrmont weiterbetrieben – bis Jahresende noch durch Peter Opala. Die Geschäftsführung sei bereits mit Nachdruck dabei, einen geeigneten Nachfolger für den Standort zu finden. Und dabei „guten Mutes“, wie Walter sagte. Seinen Optimismus begründet er damit, dass ein Arzt dann Angestellter des Versorgungszentrums sei und damit nicht allein die wirtschaftlichen Risiken trage. Für viele Mediziner sonst oft ein Grund, sich nicht mit einer eigenen Praxis niederzulassen. Hinzu komme, dass das Bathildiskrankenhaus Ausbilder und gut vernetzt sei. Die Agaplesion gemeinnützige Aktiengesellschaft mit Sitz in Frankfurt am Main betreibt unter rund 100 Einrichtungen nicht nur 29 Krankenhäuser, sondern auch 16 Medizinische Versorgungszentren. Bislang umfasste das Versorgungszentrum in Bad Pyrmont die Fachdisziplinen Neurochirurgie und Radiologie, wird jetzt um die Allgemeinmedizin erweitert.

Der 56-jährige Peter Opala, der seit 18 Jahren als Arzt in Emmerthal tätig ist, bezeichnete es für sich als wichtiges Anliegen, für seine Patienten, von denen viele älter seien, eine Lösung gefunden zu haben. „Dafür habe ich persönliche Dinge zurückgestellt“, meinte der Facharzt. Er verwies darauf, dass sich gerade im Kernort viele Einrichtungen für Senioren befinden würden. Opala: „Ohne ärztliche Versorgung vor Ort wäre das problematisch geworden.“ cb



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