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Der Krankheit zum Trotz quer durch Afrika

Aerzen/Hameln (boh). Eine fast 12 000 Kilometer lange Reise hat der Aerzener Burkhard Hildebrandt mit seinem Fiat 500 Baujahr 1969 bereits hinter sich gebracht. Im Frühjahr dieses Jahres ist er vom Weserbergland aus nach Afrika aufgebrochen, um gezielt in Nordafrika Menschen mit einer HIV-Infektion, die zum Teil ähnlich wie Pestkranke im Mittelalter von der Gesellschaft ausgegrenzt und separiert werden, zu besuchen.

veröffentlicht am 11.10.2010 um 11:03 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 01:21 Uhr

Hildebrandt nach Rückkehr aus Afrika
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Intention der Reise war Hildebrandts eigene Infektion mit der Immunschwäche, die bei ihm bereits 1995 diagnostiziert wurde. Über Jahre hat er mit sich und seinem Schicksal gehadert. Inzwischen sei er aber bereit, offen zu seiner Erkrankung zu stehen und seine Erfahrungen mit anderen Menschen zu teilen. „Nach wie vor ist HIV das große Tabuthema auf dem afrikanischen Kontinent", erklärt Hildebrandt. Und das, obwohl epidemiologische Angaben belegen, dass Afrika einen vorderen Platz bei der Zahl der registrierten Aids-Fälle und Neuinfektionen einnimmt. „Prävention ist faktisch nicht vorhanden, auch Medikamente können sich die wenigsten Betroffenen finanziell leisten", berichtet er aus Erfahrungen in Afrika. Stattdessen werde die Immunschwäche als Geißel der westlichen Welt bezeichnet, was nicht zuletzt Anreiz für die Reise nach Afrika gewesen sei, um dort vor Ort aufzuklären.



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