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Wilma Gabel kümmert sich seit drei Jahrzehnten um den Friedhof

Der gute Geist von Grupenhagen

GRUPENHAGEN. Wenn es auf dem Friedhof in Grupenhagen einen lebendigen guten Geist gibt, dann ist das Wilma Gabel. Seit über 30 Jahren sorgt die mittlerweile 91-jährige Grupenhägerin dafür, dass die Friedhofskapelle stets einen würdevollen Raum für die Trauerfeiern bietet.

veröffentlicht am 11.01.2018 um 18:39 Uhr

Vorbildlich: die über 90jährige Wilma Gabel kümmert sich seit über drei Jahrzehnten um die Pflege des Friedhofs in Grupenhagen. Foto: sbr
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Autor

Sabine Brakhan Reporterin
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Als sie 1984 die Pflege des Friedhofes samt Kapelle übernahm, gehörte auch noch das Rasenmähen zu ihren Aufgaben. Diesen Aufgabenbereich hat Wilma Gabel aber vor einigen Jahren mit dem Hinweis auf ihr Alter abgegeben, wie sie selber sagt.

„Ihre“ Kapelle liegt der rüstigen Seniorin besonders am Herzen und so freut sie sich, dass die dringend notwendigen Sanierungsarbeiten an der Wetterseite der 1971 von der damals noch selbstständigen Gemeinde Grupenhagen errichteten Kapelle nahezu abgeschlossen sind. Die Außenseite wurde bereits mit einem Schieferbehang versehen. Allerdings konnte der Bauzaun noch nicht entfernt werden, weil noch Arbeiten im Sockelbereich zu erledigen sind, berichtet Grupenhagens Ortsbürgermeister Friedhelm Senke. Auch wurde der Eingangsbereich der Friedhofskapelle neu gefliest. Wilma Gabel hofft, dass nun bei ungünstiger Wetterlage kein Regenwasser mehr unter der Tür hindurch in den Innenraum der kleinen Kapelle gedrückt wird. „Einmal hatte ich bereits alles für die Trauerfeier vorbereitet und als ich die Kapelle aufschließen wollte, um die Trauergemeinde einzulassen, musste ich erst einmal zu Schrubber, Aufnehmer und Eimer greifen, um die großen Pfützen wegzuwischen“, berichtet sie von bösen Überraschungen aus der Vergangenheit. Um zukünftig vor eindringender Feuchtigkeit und vor allem auch vor Zugluft besser geschützt zu sein, wünscht sie sich noch eine Türdichtung mit Besen für den unteren Bereich der Eingangstür der Kapelle, wie sie sagt.

Doch eindringendes Regenwasser war nicht die einzige böse Überraschung, die das vergangene Jahr für Wilma Gabel bereithielt. Ganz besonders aufgebracht war sie, als entdeckt wurde, dass die Friedhofskapelle von Einbrechern heimgesucht worden war. „Da ist doch nun wirklich nichts zu holen und der Schaden, den die Einbrecher an den Türen verursacht haben, war groß“, sagt Wilma Gabel.

Die Sanierungsarbeiten an der Kapelle sind aber nicht die einzigen Arbeiten, die der Flecken Aerzen auf dem kommunalen Friedhof durchführen ließ. Auch die Kompost- und Abfallanlage wurde von der Mitte des Friedhofs an den Rand versetzt, um die Anfahrt mit einem LKW zu erleichtern. Dort wo einst Kompost und Abfall gesammelt wurden, soll demnächst noch eine neue Wasserentnahmestelle entstehen, wie Friedhelm Senke mitteilt. Im Vorgriff auf diese noch ausstehende Maßnahme und um das Gesamtbild des Friedhofes etwas aufzulockern, wurde bereits eine mittig verlaufende Hecke entfernt.

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