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Politiker bekennen sich zu Dorfgemeinschaftshäusern / Arbeiten in Emmern sollen im Mai abgeschlossen sein

Dauerthema Sanierung – Ende in Sicht

EMMERTHAL. Im Dorfgemeinschaftshaus Emmern mit den Arbeiten für den Brandschutz im Bereich der Räume des Kinderbetreuungsvereines geht es nach vielen Verzögerungen voran. Inzwischen „mit sichtbaren Ergebnissen“, wie Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer sagt. Erneut entfachte er aber eine Debatte um den Brandschutz.

veröffentlicht am 12.02.2019 um 15:27 Uhr

Rund eine halbe Million Euro sind für das Dorfgemeinschaftshaus Emmern veranschlagt, um besonders die Auflagen des Brandschutzes umzusetzen. Foto: Wal
Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Eines der zuletzt meistdiskutierten Sanierungsprojekte in Emmerthal dürfte trotz aller Probleme der Vergangenheit im Zeitplan liegen. Im Dorfgemeinschaftshaus Emmern mit den Arbeiten für den Brandschutz im Bereich der Räume des Kinderbetreuungsvereines geht es nach vielen Verzögerungen voran. Inzwischen „mit sichtbaren Ergebnissen“, wie Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer sagt. Im Ortsrat berief er sich auf Aussagen aus dem Rathaus, dass die nun gesetzten Termine eingehalten werden könnten. „Im Mai könnte es fertig sein“, sagte er. Die drei Dorfgemeinschaftshäuser im Zuständigkeitsbereich des politischen Gremiums mit Emmern, Voremberg und Ohr bezeichnete Welzhofer als „Kernaufgaben“ des Ortsrates.

„Sie haben für uns einen hohen Stellenwert“, hatte er zuvor auch in der Einwohnerfragestunde Dieter Schirmag entgegnet, der für den Schützenverein Ohr fragte, ob das Dorfgemeinschaftshaus im Ort weiter gesichert sei. Dem Vernehmen nach geht es dabei aber vorrangig um Probleme der Nutzergemeinschaft. „Diese Probleme können wir aber nicht lösen“, sagte dazu Ralf-Ulrich Böhm (SPD) für den Ortsrat. Ortsbürgermeister Welzhofer (CDU) ergänzte, dass der Treffpunkt in Voremberg ebenfalls in die Beratungen komme, um dort baulich etwas zu verändern. Angesichts der schwierigen Finanzsituation der Gemeinde gab er allerdings trotz aller Bemühungen für die Dorfgemeinschaftshäuser zu verstehen: „Das ist kein Freifahrtschein für alle Zeiten.“

Zumindest in Emmern gehen die Arbeiten voran. Wenige Tage zuvor hatte der zuständige Fachbereichsleiter Uwe Dreyer den aktuellen Sachstand dargestellt, etwa zur Bestandsaufnahme der Elektroarbeiten bis zum Wanddurchbruch im Obergeschoss, wobei die Arbeiten mit dem Statiker abgestimmt seien. Dreyer erinnerte im zuständigen Fachausschuss des Rates daran, dass die Kosten höher als ursprünglich geplant seien und dadurch nun knapp über 500 000 Euro im Haushalt dafür bereitstünden.

Besonders im Obergeschoss soll im Zuge der Bauarbeiten die Sicherheit für die Kinderbetreuung verbessert werden. Archiv: Dana

Zuletzt habe es bei einem Ortstermin mit dem Gemeindeunfallversicherungsverband Nachforderungen gegeben, etwa zur Absturzsicherung im Treppenhaus oder zu Sicherheitsglas. „Das hatte aber nichts mit dem Brandschutz zu tun“, sagte Fachbereichsleiter Dreyer. „Es geht um die Sicherheit der Kinder.“

Die Sitzung des Ortsrates am Montag nutzte Welzhofer allerdings erneut, um den Umfang des Brandschutzes zu hinterfragen, wie er es bereits im Sommer 2017 im Zusammenhang mit der damals zeitweise gesperrten Kreissporthalle in Kirchohsen versucht hatte. Dabei verwies er auf seinen Besuch im Dorfgemeinschaftshaus in dem kleinen Ort Häverstädt bei Minden, wo die Sicherheitsvorkehrungen wohl laxer gesehen würden. Zwar sei der Brandschutz wichtig – „doch ob in der rigiden Form wie hier, das halte ich für fraglich“, meinte Welzhofer mit Blick auf die zuständige Kreisverwaltung in Hameln. „Ich bin überrascht, wie regional unterschiedlich das gehandhabt wird“, sagte der Ortsbürgermeister.

Ortsratsmitglied Ruth Leunig (SPD), gleichzeitig stellvertretende Landrätin, wies diese Darstellung zurück. „Das hört sich an, als machten wir das aus lauter Jux und Dollerei“, meinte sie. Leunig verwies beispielsweise auf den Loveparade-Prozess oder auf die Warnungen von Feuerwehrleuten, wie schnell sich ein Brand ausbreiten könne. Für die möglichen Folgen in einem Ernstfall, so fügte Leunig hinzu, wolle dann bestimmt niemand die Verantwortung übernehmen.



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