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Gefahrenpunkt entschärft: Nach vielen Jahren ist die Querungshilfe am Friedhof endlich fertig

„… dass ich das noch erleben darf“

veröffentlicht am 01.09.2016 um 20:15 Uhr
aktualisiert am 25.10.2016 um 10:18 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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AERZEN. „Ich hätte nicht gedacht, dass ich das noch erlebe!“ – Eckhard Schenk vom Aerzener Seniorenbeirat ist begeistert und kann kaum glauben, dass die seit vielen Jahren ganz oben auf der Agenda der Interessenvertretung der älteren Bevölkerung im Flecken Aerzen stehende Maßnahme zur Verkehrssicherung in Höhe des Aerzener Friedhofes von der Gemeindeverwaltung nun endlich umgesetzt werden konnte. Die Mitarbeiter des Aerzener Bauhofes hatte nach Abschluss der Baumaßnahme gerade erst die einseitige Straßensperrung aufgehoben, als Eckhard Schenk als Erster die neue Querungshilfe am Friedhof nutzte, um sicher von der einen zur anderen Seite der Kreisstraße 37 zu gelangen. „Nicht nur das Überqueren der breiten Fahrbahn ist für Fußgänger deutlich leichter geworden, auch der ortseinwärts fließende Verkehr drosselt die Geschwindigkeit angesichts der Fahrbahnverengung durch die Fußgängerinsel“, so der Eindruck von Eckhard Schenk. Was auf den ersten Blick wie der „Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen“ – Effekt aussieht, mag aber auch zum Teil dem Überraschungseffekt geschuldet sein, denn schließlich entstand die Querungshilfe binnen weniger Stunden und ohne größere Verkehrsbehinderungen. Angesichts des Zeitpunkts der Umsetzung der Maßnahme – zwei Wochen vor der Kommunalwahl – beschleicht Eckhard Schenk der Verdacht, bei der Querungshilfe handelt es sich vielleicht um ein Wahlgeschenk. Doch diese Vermutung kann Aerzens Erster Gemeinderat Andreas Wittrock ausräumen. „Die Umsetzung der bereits lange geplanten Maßnahme hat sich mehrfach aus verschiedenen Gründen verzögert“, ist aus dem Rathaus zu hören. Schon vor drei Jahren hatte der Verkehrsplaner Felix Bögert in einem von der Verwaltung in Auftrag gegebenen Verkehrskonzept für die Wohngebiete zwischen der Gellerser Straße und dem Eichenweg eine Querungshilfe auf Höhe des Aerzener Friedhofes für unbedingt notwendig erachtet. Allerdings: „Damals war die Straße „Ostertor“ noch Bundesstraße und nur eine große und weitaus teurere Lösung mit Zebrastreifen und Ampel wäre dort möglich gewesen“, erinnert Andreas Wittrock. In der Zwischenzeit kam die Umgehungsstraße, die ehemalige durch den Ort führende Bundesstraße wurde zur Kreisstraße herabgestuft und nun konnte die zuständige niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr auch eine einfache Lösung genehmigen. „Für uns ist die vierteilige Fahrbahnaufschraubung die schnellstmögliche Lösung, um hier eine sichere Querungsmöglichkeit für die Bürger zu schaffen“, erklärt der Erste Gemeinderat. Und zugleich hält sich die Maßnahme mit 6200 Euro in einem vertretbaren Kostenrahmen, meint Andreas Wittrock. Ganz abgeschlossen ist die Baumaßnahme allerdings noch nicht. Durch den Einbau der Querungshilfe kam es nicht nur zu einer Verengung der Fahrbahn, sondern auch des parallel verlaufenden kombinierten Rad- und Fußweges. Aus diesem Grund darf zukünftig auf Höhe der Querungshilfe an der Friedhofsmauer nicht mehr geparkt werden. „Zwei Blumenkübel werden noch aufgestellt, um diesen Bereich zusätzlich zur Beschilderung zu kennzeichnen“, erklärt Andreas Wittrock. Ein positiver Nebeneffekt dieses Halteverbotes: Zum Ärgernis vieler Bürger und der Verwaltung nutzen immer wieder Lkw-Fahrer den schmalen Streifen zwischen Friedhofsmauer und Fahrradweg, um ihre Fahrzeuge dort zu parken. So blockieren diese oft über längere Zeit aufgrund ihrer Breite einen nicht unerheblichen Teil des für Radfahrer und Fußgänger vorgesehenen Teils der Straße. Nicht selten müssen diese sogenannten schwachen Verkehrsteilnehmer dann auf die Fahrbahn ausweichen und es kann dadurch zu gefährlichen Verkehrssituation kommen, wie schon mehrfach in Ortsratssitzungen von Bürgern und vom kommunalpolitischen Gremium selber, allen voran vom Ratsherrn Carsten Klein, zur Sprache gebracht wurde.



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