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Sicherheitsforum in Emmerthal

„Das Vertrauen der Bürger schwindet“

EMMERTHAL. Ortsbürgermeister Rudolf Welzhofer ist beunruhigt. „Das Thema Sicherheit bewegt uns in großem Maß. Da haben wir wirklich Sorgen.“ Der Kommunalpolitiker verweist auf verschiedene Straftaten.

veröffentlicht am 21.02.2017 um 14:58 Uhr
aktualisiert am 21.02.2017 um 16:51 Uhr

Oliver Bente (li.), Beauftragter für Kriminalprävention, und Jens Kozik, Leiter des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln, informierten in Emmerthal. Foto: eaw
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Ernst August Wolf Reporter
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„Die Täter sind noch immer nicht bestraft. Das Vertrauen der Bürger in Polizei und Justiz schwindet“, so Welzhofer.

Wie also ist es um die Sicherheitslage bestellt? Das war die Ausgangsfrage des von der CDU und den Freien Wählern veranstalteten „Sicherheitsforums“, zu dem viele Bürger ins Dorfgemeinschaftshaus Emmern gekommen waren. Der Leiter des Zentralen Kriminaldienstes in Hameln, Jens Kozik, erläutere anhand der Statistiken die reale Sicherheitslage vor Ort. Zwar sei die Zahl von 359 Straftaten pro Jahr die höchste des vergangenen Jahrzehnts, doch gebe dies keinerlei Grund zur Besorgnis. „Sieben von zehn davon werden aufgeklärt“, beruhigte Kozik die Zuhörer. Immerhin sei Emmerthal die zweitsicherste Gemeinde im Landkreis. Weder ließen sich etwa Flüchtlinge als besondere Tätergruppe identifizieren, noch sei der Anteil nichtdeutscher Täter besonders hoch. Kozik: „Die Tendenz der Jugendkriminalität ist anhaltend rückläufig.“ Nur eine Handvoll junger Intensivtäter, auf die allein 50 Straftaten entfielen, sei auffällig.

„Wir haben erst aus der Presse erfahren, dass die Polizeistation in Emmerthal auf drei Beamte reduziert worden ist“, kritisierte Rolf Keller. Das habe das „Empfinden der Einwohner über die gefühlte Sicherheitslage“ negativ verstärkt. Keller: „124 Einbruchdiebstähle in Emmerthal. Wir alle haben Angst und fühlen uns hier nicht mehr sicher. Deshalb haben wir die Nachtabschaltung aufgehoben.“ Dass die von 82 auf 124 Fälle gestiegene Zahl im Bereich Diebstahl „ein Sorgenkind“ sei, musste auch Kozik zugestehen, doch stünde das nicht im Zusammenhang mit der Umstrukturierung: „Wir haben erstmals versucht, Arbeitsaufkommen und vorhandenes Personal in den 67 Polizeidienststellen vor Ort gerecht und sinnvoll neu aufzuteilen.“ Es handele sich nicht um „einen Abbau von Personal“, sondern um eine am Arbeitsanfall orientierte, effizientere Personalverschiebung.

„Das hat mit Reduzierung überhaupt nichts zu tun“, so Kozik: „Auch in Emmerthal gibt es ein vergleichsweise hohes Sicherheitsniveau.“

Information

Zehn Tipps zum Schutz vor Einbrüchen

Schließen Sie Ihre Tür immer zweimal ab.
Verschließen Sie immer Fenster, Balkon- und Terrassentüren.
Denken Sie daran: Gekippte Fenster sind offene Fenster.
Verstecken Sie den Zweitschlüssel NIE draußen.
Wenn Sie den Schlüssel verlieren, wechseln Sie den Schließzylinder aus.
Seien Sie ein wachsamer Nachbar: Achten Sie auf Fremde im Haus oder auf dem Grundstück.
Installieren Sie spezielle Lichtquellen oder Bewegungsmelder.

Teilen Sie Ihre Abwesenheit beispielsweise wegen Urlaubs nicht in den sozialen Medien mit.
Lassen Sie bei Ihrer Abwesenheit das Licht an und stellen Sie die Klingel ab.
Bieten Sie Senioren aus Ihrer Nachbarschaft an, Sie anzurufen, wenn Fremde in die Wohnung wollen.



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