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Vorbereitungen für Offene Ganztagsschule / Auch Bürgermeister Wagner schreibt Kultusministerium

Das neue Angebot gibt es nicht zum Nulltarif

Aerzen (sbr). Auch in Aerzen besteht offensichtlich Interesse an einer Offenen Ganztagsschule, das ergab eine interne Abfrage innerhalb der Gemeinde. Von 220 ausgegebenen Fragebögen erhielt die Verwaltung 150 ausgefüllt zurück. Etwa die Hälfte der befragten Grundschuleltern in Aerzen und Groß Berkel signalisierten Interesse an einer Offenen Ganztagsschule. „Das ist deutlich mehr, als das Nachmittagsbetreuungsangebot der Schulen abdeckt“, weiß Bürgermeister Bernhard Wagner um das Defizit im Bereich der schulischen Betreuung. Er gibt aber gleichzeitig zu bedenken, dass das Angebot der Offenen Ganztagsschule nicht umsonst zu haben sein wird. „Die Gemeinde als Schulträger wird sich hier finanziell beteiligen müssen“, so der Bürgermeister.

veröffentlicht am 22.10.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 00:21 Uhr

In Aerzen wird angestrebt, zum nächsten Schuljahr ein offenes Ga
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Im Gegensatz zur Nachmittagsbetreuung an den Aerzener Grundschulen, deren Kostenbeitrag sich an den Kindergartengebühren orientiert, wäre die Offene Ganztagsschule bis 15.30 Uhr kostenfrei. Danach greift bei Bedarf wieder die schon vorhandene, aber für Eltern kostenpflichtige kommunale Betreuung bis spätestens 17.30 Uhr. „Es ist heute gesellschaftlich wichtig, eine qualitativ gute Betreuung zu verlässlichen Zeiten anbieten zu können“, so die Einschätzung des Bürgermeisters. Vor dem Hintergrund der jüngsten Hartz-IV-Diskussionen bezüglich des Bildungsgutscheins sieht der Aerzener Bürgermeister bestimmte Betreuungsangebote mit den Schwerpunkten Bildung und Freizeit nicht nur für gesellschaftlich und sozial benachteiligte Kinder als wichtigen Baustein. Die Aerzener Schulen haben auf Grundlage der Elternbefragung bereits damit begonnen, sich über eine mögliche Umsetzung Gedanken zu machen und Konzepte für eine Offene Ganztagsschule zu erarbeiten. „Die Zeit läuft, und wer zum 1. August nächsten Jahres an den Start gehen möchte, hat bis Dezember Zeit, alle Anträge zu stellen“, erläutert Bernhard Wagner den zeitlichen Ablauf der Planungsphase auf Anfrage. „Wir haben bereits erste Gespräche mit den Grundschulen geführt, die kurzfristig konkretisiert werden können“, so der Bürgermeister weiter, der sich der Forderung seines Coppenbrügger Gemeindebürgermeisterkollegen Hans-Ulrich Peschka anschließt. „Eine finanzielle Mindestausstattung der Offenen Ganztagsschulen durch Landesmittel wäre schon nicht schlecht“, so auch die Forderung aus dem Aerzener Rathaus, die der Bürgermeister Wagner mit einem Brief ans Kultusministerium bereits untermauert hat. Trotz aller Unsicherheiten bezüglich der finanziellen Unterstützung vonseiten des Kultusministeriums legt Bernhard Wagner großen Wert darauf, bereits bei den Planungen zur Offenen Ganztagsschule alle Beteiligten mitzunehmen, wie er sagt. Am Ende jedoch wird die Politik entscheiden.



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