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Eisenbahnfreunde im ehemaligen Emmerthaler Bahnhof übernehmen nun auch früheren Wartesaal

„Das ist ein Hobby ohne absehbares Ende“

Emmerthal (gm). Von Juni bis September 2010 war Baustopp auf den Miniaturgleisanlagen der Interessengemeinschaft Eisenbahnfreunde Emmerthal. Denn vor gut einem Jahr haben sich die Tüftler um Interessengemeinschafts-Organisator Wolfgang Kappauf schwerpunktmäßig mit einer richtigen Baustelle, nämlich mit der Erweiterung ihres Clubraumes im ehemaligen Emmerthaler Bahnhof, befasst. Im Juli 2008 hatte die IG den ehemaligen Gaststättenbereich im Emmerthaler Bahnhof für sich gepachtet, von Grund auf saniert, restauriert und zu einem Clubraum für ihr gemeinsames Hobby, dem Modelleisenbahnbau, umfunktioniert. Jetzt haben die Freunde der Miniaturwelten räumlich expandiert und ihren ehemals 80 Quadratmeter großen Clubraum um weitere etwa 45 Quadratmeter vergrößert. „In diesem neuen Bereich war damals der ehemalige Wartesaal für die Bahnreisenden“, erinnert sich Mitbegründer Willi Max aus Kirchohsen. „Und wir haben noch die Option auf eine weitere direkte Ausbaumöglichkeit“, erzählt Siegried Reese aus Ohr.

veröffentlicht am 29.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 07:21 Uhr

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Zunächst einmal möchte sich die auf mittlerweile 15 Mitglieder herangewachsene Gemeinschaft mit ihren derzeit vorhandenen 125 Quadratmetern in zwei hellen und freundlich gestalteten Räumen engagieren, ohne direkt noch mal zu erweitern. „Ende des vergangenen Jahres konnten wir unsere Gleisbauanlagen räumlich trennen“, erzählt Wolfgang Kappauf, der mit drei weiteren Tüftlern an der „Spur N“ bastelt, die im Maßstab 1:160 gebaut wird. Und jetzt, wo die „Spur Ner“ ihren eigenen Raum haben, hat der Königsförder Wolfgang Kappauf auch noch seine erste Eisenbahn aus Kindertagen, eine „Trix Express“, zu einem ansehnlichen Modul zusammengebaut. „Trix Express feierte im vergangenen Jahr sein 75-jähriges Bestehen“, berichtet Kappauf. „Aber seit dem 31. Dezember 2003 hat Märklin die Trix-Express-Produktion eingestellt“, bedauert er. „Das Besondere an der ,Trix’ ist, dass sie auf der ,Spur H0’ mit 3-Leiter-Gleichstrom fährt“, erklärt Kappauf. Das bedeutet, dass zwei Loks unabhängig voneinander auf einem Schienenstrang bewegt werden können.

Auf der Baustelle nebenan geht es ein wenig größer zu, denn hier wird generell auf und mit der „Spur H0“ gewerkelt. „Hier wird alles im Maßstab 1:87 gefertigt“, verdeutlicht Siegfried Reese. Elf Männer schrauben und basteln hier an immer wieder neuen Modulen, die aneinandergereiht bereits eine wunderschöne idyllische Landschaft ergeben.

Ob in der ehemaligen Gaststätte oder im ehemaligen Wartesaal: Hier werden die Landschaften alle detailgetreu nachgebaut. Geranien in Balkonkästen vor alten Fachwerkhäusern, ein Schotterwerk mit Förderbändern, ein brennendes Haus oder Seilbahngondeln, die ständig hin- und herfahren – bei den Eisenbahnfreunden Emmerthal gibt es nichts, was es nicht gibt. „Diese Leidenschaft ist ein Hobby ohne absehbares Ende“, schmunzelt Willi Max. Als nächstes Ziel planen die Miniaturlokführer beider Baustellen die Digitalisierung sämtlicher Weichen- und Signalanlagen.

Wer selbst Spaß und Interesse am Modelleisenbahnbau hat, kann jederzeit unverbindlich vorbeischauen. Die Mitglieder um Wolfgang Kappauf treffen sich jeden Dienstag ab 19 Uhr im Bahnhof. „Vor allem suchen wir noch Trixler“, sagt Kappauf, der bislang in dieser Truppe der einzige Lokführer der ältesten deutschen Modelleisenbahn ist.

Siegfried Reese (hinten) sitzt nicht im Regiepult der „Spur H0“-Anlage, er bastelt ebenso wie Neumitglied Wolfgang Lindert (vorne) an einem neuen Modul. Idyllische Landschaft „Spur H0“ (unten) soll ein paar Details darstellen. Fotos: gm



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