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Tag der offenen Tür anlässlich 150 Jahre Aerzener Maschinenfabrik / Blick in die Geschichte

Da ist noch jede Menge Luft drin!

Aerzen. Die berühmte Berliner Luft, dieses besondere Lebensgefühl, wurde vor genau 110 Jahren durch ein Operettenliedes populär. Bereits vier Jahrzehnte zuvor setzte auch der Fabrikant und Kaufmann Wilhelm Meyer auf das leichteste, flüchtigste und beweglichste der vier Elemente, gründete 1864 die Aerzener Maschinenfabrik und brachte bereits vier Jahre später mit der ersten auf dem Festland hergestellten Roots-Drehkolbenmaschine ein Gebläse auf den Markt, dessen Wirkungsgrad die damals herkömmlichen Maschinen deutlich übertraf.

veröffentlicht am 22.09.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 08:41 Uhr

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Autor:

Sabine Brakhan
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150 Jahren später vertritt das Familienunternehmen nach wie vor den Standpunkt: „Da ist noch jede Menge Luft drin!“ und lud unter diesem Motto zum Tag der offenen Tür. 150 Jahre Aerzener Maschinenfabrik-Geschichte galt es zu entdecken – und tatsächlich: Von der Ausbildungswerkstatt über die Büros und Produktionshallen bis hin zur Chefetage gewährte das Familienunternehmen einen umfassenden Einblick und machte sowohl Geschichte als auch Zukunftsausrichtung erlebbar. Tradition schafft Neuentwicklung – diese Firmenphilosophie von Aerzen begleitete die unzähligen Besucher auf dem weitläufigen Firmengelände auf Schritt und Tritt.

Intensiv mit der Tradition hat sich Aerzen-Mitarbeiter Frank Beckmann beschäftigt und für das Jubiläum anhand von alten Archivunterlagen das erste, 1868 von der Aerzener Maschinenfabrik auf den Markt gebrachte Drehkolbengebläse originalgetreu nachgebaut. Angetrieben mit einer Handkurbel, Pferden oder Wasserkraft erzeugte dieses Gebläse den für die richtige Temperatur des Schmiedefeuers notwendigen Luftstrom. „Der Kolben bestanden damals aus Holz, weil Metall noch nicht so exakt verarbeitet werden konnte“, erklärt er den zahlreichen interessierten Besuchern der Historie-Ausstellung, darunter auch der Reinerbecker Willi Jürgens, der 1945 seine AM-Berufslaufbahn mit einer Lehre begann. Angesichts der gigantischen Ausmaße des größten Prozessgasgebläses der Welt, das in der modernen Stahlindustrie zum Einsatz kommt, wirkt der historische Nachbau wie eine bessere Luftpumpe, stellt ein Besucher in einer der vielen Produktionshallen überwältigt von der Technik vor dem 25-Tonnen-Kollos fest, während Heinrich Alisch, Waldemar Behrendt, Günter Zach, Heinz Hartje und Günter Meux über dem Edelstahlgehäuse eines Prozessgas-Schraubenverdichters in Erinnerungen an ihre aktive Zeit schwelgten. „Mit dem kennen wir uns noch bestens aus“, stellen die fünf AM-Senioren rückblickend fest.

In die Zukunft gerichtet ist hingegen das Interesse der Aerzenerin Tabea Paulick. Nicht nur der Arbeitsplatz ihrer Mutter Elke wurde von der 13-Jährigen genauestens erkundet, auch jede Menge Informationsmaterial zur Berufsausbildung wanderte in ihre große AM-Tüte, die jeder Besucher am Eingang zum Gelände in Empfang nehmen konnten.

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Es gab Einblicke in die verschiedenen Produktsegmente.

Und nicht nur Aerzener nutzten die Möglichkeit, hinter die Kulissen des heimischen Unternehmens zu blicken: Sebastian Herrmann war mit seinem Sohn Hardi extra aus Lemgo nach Aerzen gekommen und auch die Familie Hund aus Hameln hatte mit Tochter Alena-Melia (2) viel Spaß beim abwechslungsreichen Programm für Groß und Klein.



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