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Panne sorgt für lange Wartezeit am späten Abend / Verkehrsgesellschaft bedauert Vorfall

Busausfall verärgert Emmerthaler

Emmerthal. Dass es Probleme geben könnte, das war Marcel Bruns aus Emmerthal bereits auf dem Weg zum Hamelner Bahnhof bewusst. Von dort aus wollte er mit dem Bus am späten Freitagabend zusammen mit einem Freund nach Hause fahren. Als der Bus an ihnen vorbeifuhr, bemerkte er ein Rad, „das ziemlich geeiert“ hatte. Was folgte, waren Telefonate, Vertröstungen und Warten – insgesamt eineinhalb Stunden, bis sie endlich den Heimweg antreten konnten. Und das bei Kälte und obwohl ein Minderjähriger dabei gewesen sei, ärgert sich Marcel Bruns. „Eine Frechheit“, meint der 18-Jährige. Von einem bedauerlichen Vorfall spricht die Verkehrsgesellschaft Regionalbus Braunschweig (RBB) GmbH, die diese Linie von Hameln über Emmerthal nach Holzminden anbietet. Da habe es offenbar ein Kommunikationsproblem gegeben, vermutet Carsten Streicher von der Holzmindener Geschäftsstelle. „Irgendwo ist da eine Nachricht hängengeblieben.“

veröffentlicht am 22.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 23:21 Uhr

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Der Bus der Linie 520 sollte um 21.20 Uhr am Bahnhof abfahren. Der Fahrer habe aber am Bahnhof bemerkt, dass mit dem Rad etwas nicht in Ordnung gewesen sei, berichtet Marcel Bruns. Der Emmerthaler ging zu dem Mann, der gerade am Rad saß und es sich genauer ansah. „Es fehlten mehrere Radmuttern“, bemerkte der 18-Jährige – der Bus war nicht einsatzbereit. Der Fahrer habe sein Unternehmen angerufen und den Auftrag erhalten, in die Werkstatt zu fahren. In etwa 30 Minuten wolle er wieder zurück sein, informierte er die Fahrgäste am Bahnhof.

„Wir haben bei den Öffis angerufen, die dann meinten, sie wären über den Vorfall nicht von der RBB informiert worden und könnten deshalb niemanden schicken“, berichtet Marcel Bruns. Hintergrund: Die RBB ist lediglich Kooperationspartner der Öffis und betreibt im Landkreis Hameln-Pyrmont eigene Nahverkehrsverbindungen. Sein Freund habe die Eltern angerufen, die sich bei der RBB informierten. „Es hieß, dass sie jemanden schicken würden“, meint der Emmerthaler. Ähnlich hätte die Auskunft bei zwei anderen Fahrgästen gelautet. „Um 22 Uhr war aber immer noch niemand da“, schildert er weiter. Gegen 22.20 Uhr rief dann die Mutter des Freundes erneut die RBB an – „dort ging aber keiner mehr an das Telefon“. „Zum Glück“, so der 18-Jährige, fuhr um 22.50 Uhr noch ein Bus entsprechend dem Fahrplan und nach langem Warten die letzte Verbindung in Richtung Emmerthal, so dass die beiden jungen Männer noch nach Hause kommen konnten.

„Ich hätte mich wohl auch geärgert“, räumt Carsten Streicher von der Verkehrsgesellschaft RBB, eine Tochter der Bahn, ein. Zunächst sei aber bei dem technischen Defekt nur von einer Verspätung ausgegangen worden. Der Notdienst einer Werkstatt habe dann aber festgestellt, dass der Bus nicht mehr fahrbereit gewesen sei. Deshalb sei die Fahrt um 21.20 Uhr von Hameln nach Bodenwerder ausgefallen. Mit der Firma Neumann, die im Auftrag der Verkehrsgesellschaft unterwegs ist, habe man so gut wie keine Probleme, weil sie zuverlässig sei und gute Busse habe, berichtet Streicher. „Aber durch die ganze Hektik ist dann verblieben“, Informationen an die zuständigen Stellen weiterzuleiten. Das sei bedauerlich, aber, so betont Streicher als grundsätzliche Vorgabe für die Busse: „Sicherheit geht vor.“ cb



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