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Kritik an Pflegearbeiten am Ohrberg

Büsche behindern schöne Aussicht in das Wesertal

Ohr (gm). Schon im Frühjahr ärgerte sich Oskar Fricke, dass ihm der Ausblick auf das Wesertal verwehrt blieb – die untere Aussichtsplattform des Ohrbergparks war zugewachsen. Als er nun zum Herbstspaziergang wieder ins Landschaftsschutzgebiet ging, hatte sich immer noch nichts geändert – obwohl es doch die ideale Jahreszeit wäre, Buschwerk und Bäume zurückzuschneiden, wie er meint.

veröffentlicht am 28.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 19:21 Uhr

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Oskar Fricke wandert mit seiner Ehefrau Ingrid mindestens zweimal im Jahr durch den Ohrbergpark. „Im Mai erfreuen wir uns an der Rhododendronblüte und genießen die herrliche Aussicht über den Weserbogen“, erzählt der Hamelner. In diesem Frühjahr war er dann zum ersten Mal enttäuscht. „Nichts war es mehr mit dem wunderschönen Blick über Tündern bis hin zum Bückeberg“, ärgerte sich der 75-Jährige. Und daran hat sich bis jetzt nichts geändert. „Mit einer Teleskopsäge ist das schnell gemacht und kostet auch keine großen Summen.“ mutmaßt Oskar Fricke. „Es reicht doch schon, wenn man die Büsche in einem Blickwinkel von 90 Grad zurückschneidet.“

Eigentlich ist die Pflege des Parks geregelt. Ein Vertrag sagt aus, dass Dietrich Freiherr von Hake als Eigentümer, der Landkreis, die Gemeinde Emmerthal und die Stadt Hameln für die Finanzierung anteilig bis zu einer Gesamtsumme von 22 000 Euro aufkommen. Dass jetzt der ideale Zeitpunkt zum Ausästen ist, konnte der Fachbereichsleiter für Naturschutz und Landwirtschaft, Rainer Halbauer, vom Landkreis, bestätigen. „Wir haben erst im Frühjahr umfangreiche und wochenlange Ausästungsarbeiten oberhalb der Bundesstraße 83 durchgeführt“, erklärte er. Hinzu komme, dass derzeit die Wege dort hergerichtet würden. Das Budget sei ausgeschöpft, so Halbauer.

Dietrich Freiherr von Hake verweist darauf, dass regelmäßig die Gehölze ausgelichtet werden. Natürlich wisse er, dass aus Sicht der Besucher der Park ein sensibler Bereich sei, schnell mal Kritik laut werde. Im Einzelnen, wie hier die zugewachsene Aussichtsplattform, sei ihm aber nicht alles bekannt. Er kündigt aber an: Wenn das Laub von den Bäumen und Büschen sei, dann würde der Rückschnitt wieder im Winter vorgenommen.

Oskar Fricke vermisst im Ohrbergpark die Aussicht auf den Weserbogen.

Foto: gm



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