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Andreas Grossmann gibt als erster Bewerber seine Kandidatur bekannt / Wahl voraussichtlich im Mai

Bürgermeister will es noch mal wissen

Emmerthal. Der Emmerthaler Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) steht für eine weitere Amtszeit zur Verfügung. Die Entscheidung für eine erneute Kandidatur gab der 55-Jährige gestern zusammen mit den Spitzen von SPD und Grünen bekannt, die sich erleichtert über diesen Schritt zeigten. „Das Bürgermeisteramt macht mir nach wie vor Spaß“, sagte Grossmann – trotz der finanziell schwierigen Situation und bisweilen unterschiedlicher Meinungen im Gemeinderat. Er fühle sich energiegeladen genug für eine weitere Amtszeit, in der er neben neuen Ideen auch einige begonnene Projekte zum Abschluss bringen wolle. „Da möchte ich die Früchte selbst ernten“, meinte der Sozialdemokrat, der im Herbst 2006 mit einem knappen Vorsprung von 19 Stimmen zum Bürgermeister der Gemeinde gewählt worden war.

veröffentlicht am 15.08.2013 um 21:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 09:21 Uhr

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Noch muss Grossmann von der Emmerthaler SPD zwar offiziell nominiert werden, doch die Rückendeckung der Parteispitzen ist ihm gewiss. „Wir sind froh und erleichtert“, sagte der designierte Vorsitzende des Ortsvereins, Dominik Petters, was Ruth Leunig ähnlich sieht. „Er hat in den sieben Jahren gezeigt, dass er die Position gut ausfüllt“, erklärte die Fraktionsvorsitzende, die neben der Bürgernähe besonders die ausgleichende Art von Andreas Grossmann hervorhob. Das sei bei der knappen Mehrheit im Rat von besonderer Bedeutung, begründete sie. Von einem guten Tag sprach Gabriele Lösekrug-Möller als Vorsitzende des SPD-Unterbezirks, die den Amtsinhaber als erfolgreichen Bürgermeister bezeichnete. Grossmann führe das Rathaus mit hoher fachlicher Kompetenz und mit Gespür für das, was notwendig und möglich sei, meinte sie. Im Wahlkampf kann er mit der Unterstützung der Grünen rechnen, die im Rat eine Gruppe mit der SPD bilden und erneut ohne eigenen Bürgermeister-Kandidaten ins Rennen gehen. Es gehe dabei nicht um Parteipolitik, begründete Grünen-Fraktionsvorsitzender Thomas Jürgens angesichts der finanziellen Probleme und des Sparkurses. Eine Wiederwahl von Grossmann würde für die Emmerthaler bedeuten, dass „sie auch die nächsten sieben Jahre ein kompetenter Rathauschef durch die schwierigen Jahre steuert“.

Als der Diplom-Verwaltungswirt Grossmann, zuvor Personalleiter beim Gemeinde-Unfallversicherungsverband Hannover, 2006 ins Rathaus einzog, war er noch von besseren finanziellen Voraussetzungen ausgegangen. Als Außenstehender habe man Emmerthal als „Insel der Glückseligkeit“ gesehen, wo die Steuereinnahmen als sicher galten, blickte Grossmann zurück. Doch schnell zeichnete sich ab, dass das AKW nicht mehr als wichtige Geldquelle dastand. Schon kurz nach Dienstantritt zeigte ein Kassensturz, wie schwierig die Lage wird, wie er in Erinnerung rief. Politik, aber auch die Verwaltung „waren überrascht über die Dramatik, die auf uns zurollt“. Er spricht selbst von einem „Schrumpfungsprozess“, der im Gespräch mit den Emmerthalern folgte. „Wie bekomme ich eine Gemeinde weiterentwickelt ohne Geld – das ist schon eine Herausforderung“, meinte Grossmann, der vor wenigen Wochen auch als Landratskandidat gehandelt worden war. Dass sich aber Möglichkeiten erarbeiten ließen, zeige sich an Beispielen wie dem Bildungshauskonzept.

Mit der Entscheidung steht Grossmann als erster Bewerber fest. Die CDU erklärte gestern noch einmal auf Nachfrage, dass sie sich in Gesprächen befinde und noch keinen Kandidaten habe. Grossmann kündigte an, dem Gemeinderat vorzuschlagen, die Bürgermeisterwahl auf den 25. Mai zu terminieren. Dann findet gleichzeitig die Europawahl statt. cb



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