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Streit um Bildungshaus geht weiter / Keine Bewerbung für Schulleitung

Bürgermeister weist CDU-Vorwürfe zurück: „Da bremst niemand“

Emmerthal. Gerät die Schulpolitik in Emmerthal frühzeitig in den Sog des kommunalen Wahlkampfes? Zunächst eröffnete die CDU die erneute Debatte mit Vorwürfen gegen den Verwaltungschef, beim Thema Bildungshaus als Bremser aufzutreten. Nun weist Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) die Kritik zurück

veröffentlicht am 09.12.2015 um 14:05 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:02 Uhr

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Christian Branahl

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Christian Branahl Reporter / Newsdesk zur Autorenseite
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Emmerthal. Mit großem Unverständnis reagiert der Emmerthaler Bürgermeister Andreas Grossmann (SPD) auf die Kritik der CDU, dass er und die Mehrheitsgruppe im Rat mit Blick auf das Bildungshaus konzeptionslos reagierten. „Da bremst niemand“, sagt Grossmann zu entsprechenden Vorwürfen des Fraktionsvorsitzenden Rudolf Welzhofer. Wie berichtet, verstärkt die CDU derzeit den Druck, um besonders die Johann-Comenius-Schule im Zuge des Bildungshausprojektes in Kooperation mit der benachbarten Grundschule zu stärken. Gleichzeitig geht es ihr darum, die Raumprogramme mit den zugehörigen Bauinvestitionen für die Haupt- und Realschule (Träger ist der Landkreis) und die Grundschule (in Zuständigkeit der Gemeinde) aufeinander abzustimmen.

Völlig unverständlich ist dem Bürgermeister die Aussage des Parteivorsitzenden Rolf Keller nach einem Gespräch mit der Ersten Kreisrätin Petra Broistedt. Der Ratsherr und Kreistagspolitiker hatte Grossmann und der rot-grünen Mehrheitsgruppe bescheinigt, es nicht hinzubekommen, ein Konzept zu erstellen. Das überrasche ihn umso mehr, weil Keller inzwischen ein Gesprächsprotokoll von der Ersten Kreisrätin vorliege, was dem genau widerspreche, entgegnet Grossmann.

Grundsätzlich heißt es darin, dass die Kooperation zwischen der Johann-Comenius-Schule und der Grundschule sowohl vom Landkreis als auch von der Gemeinde Emmerthal „begrüßt und von beiden unterstützt“ werde. Und zwischen beiden Verwaltungen gebe es regelmäßig Verhandlungen und Gespräche, meint der Bürgermeister. Das gelte etwa für das Raumprogramm beider Bildungseinrichtungen. In dem Protokoll hält die Kreisrätin fest, dass es derzeit nicht möglich sei, allgemeine Unterrichtsräume für die Grundschule bereitzustellen. „Kreative Lösungen“ wie etwa die wechselseitige Nutzung von allgemeinen und Fachunterrichtsräumen seien aber möglich. „Für die Zukunft ist eine Mitnutzung von Räumen durch die Grundschule nicht grundsätzlich ausgeschlossen“, schreibt Broistedt zu dem Gespräch mit den Kreistagsabgeordneten. „Hierüber befindet sich die Verwaltung im Gespräch mit der Gemeinde Emmerthal. Voraussetzung wäre, dass eine anteilige Kostenbeteiligung der Gemeinde an den erforderlichen Sanierungsmaßnahmen erfolgt.“

Zwar räumt Grossmann die Probleme ein, die vom Landkreis mit der Schülerentwicklung gesehen werden. Die Grundschule Kirchohsen allein sei nicht ausreichend, um ausreichende Zahlen für die Haupt- und Realschule zu erreichen. Doch er hält dagegen, dass es bekanntlich sein Wunsch sei, die Schulen in Börry und Amelgatzen einzubeziehen. Das würde dort aber aus Gründen der Entfernung abgelehnt.

Wie wichtig Landkreis und Gemeinde die Wiederbesetzung der Rektorenstelle an der Johann-Comenius-Schule sei, werde auch an einem anderen Punkt deutlich. Nachdem zwei offizielle Ausschreibungen durch das Land ohne Bewerbung geblieben seien, würden Kreis und Gemeinde nun gemeinsam Stellenanzeigen in Tageszeitungen veröffentlichen. Das sei auch den drei Kreistagsabgeordneten bekannt, sagte Grossmann. Ohne Grundlage sei hingegen Kellers Aussage, dass der Kreis eine Sanierung der Haupt- und Realschule früher beginnen würde, wenn die Gemeinde ihre Grundschulstandorte überdenke. „Das habe ich mir von Frau Broistedt bestätigen lassen“, sagt Grossmann. Keller hingegen bleibt bei seiner Aussage. Damit reagiert er auf Äußerungen der Emmerthaler Bündnisgrünen, die auf ihrer Internetseite dem CDU-Ratsherrn eine „glatte Lüge“ unterstellen. Keller hat sich nach eigenen Aussagen auch von dem FDP-Kreistagsabgeordneten Heinrich Fockenbrock bestätigen lassen, dass „meine Aussage zu dem Gespräch bei Frau Broistedt stimmt“.

Die Debatte um die Johann-Comenius-Schule reißt nicht ab. Dana



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