weather-image
27°
Sozialverband übt Kritik / Ansehen des Ortsrats hat gelitten

Bürgermeister bekräftigt: Grundschule wird saniert

A. Grossmann

veröffentlicht am 06.03.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 10:21 Uhr

H. Missal
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Die Grundschule und damit die von den Vereinen genutzten Räume sorgen in Grohnde weiter für Diskussionsstoff.

Foto: Wal

Grohnde (cb). Bürgermeister Andreas Grossmann sichert den Vereinen in Grohnde zu, dass die von ihnen genutzten Räume in der Grundschule saniert werden. Allerdings könne er noch keinen Zeitplan nennen, meinte er gegenüber unserer Zeitung. In dieser Woche habe mit einem Gutachter eine Begehung der Räume, die nach Schimmelpilzbefall geschlossen werden mussten, stattgefunden. „Das ist der erste Schritt im Beweissicherungsverfahren“, sagte Grossmann.

Dabei soll festgestellt werden, ob dem Bauunternehmen, das vor vielen Jahren den Anbau an der Grundschule errichtet hat, ein Fehler nachzuweisen ist, der nun zur Schimmelbildung geführt hat. Wie der Bürgermeister berichtet, sei der Fall grundsätzlich verjährt, sofern der Sachverständige dem Architekten oder der Baufirma nicht massive Mängel nachweisen könne. Sobald die Gemeinde vom Gutachter und Rechtsanwalt die Mitteilung bekommen würde, die Räume sanieren zu können, werde mit den Arbeiten begonnen, berichtete der Bürgermeister.

270_008_4070317_lkae105_04.jpg

Ex-Ortsbürgermeister fordert Erhalt der Schule

Nachdem unsere Zeitung über die Unterschriftenaktion des DRK berichtet hatte, das sich um die Zukunft seiner Vereinsräume, aber auch der Schule selbst sorgt, meldete sich nun auch Horst Missal als Vorsitzender des Grohnder Sozialverbandes (SoVD) zu Wort. Er verweist darauf, dass 35 Mitglieder seines Verbandes ebenfalls ein Schreiben an die Gemeinde unterzeichnet haben. Darin machen sie deutlich, dass der SoVD ebenso wie andere Vereine „dringend auf die Nutzung der Aula angewiesen“ sind. Außerdem beschweren sie sich darüber, dass auch drei Monate nach Feststellung des Schimmelpilzbefalls und zu der möglicherweise beabsichtigten Schulschließung noch immer keine Sitzung des Ortsrates zu diesen Themen stattgefunden habe.

Besonderes Gewicht erhält dieses Schreiben dadurch, dass mit Horst Missal der langjährige SPD-Ortsbürgermeister von Grohnde indirekt Kritik an seiner Nachfolgerin Rita Bode, ebenfalls von den Sozialdemokraten, übt. „Dadurch, dass keine Ortsratssitzung stattfindet, verfestigt sich in der Grohnder Bevölkerung immer mehr der Eindruck, dass alles unter den Teppich gekehrt werden soll und der Schimmelpilzbefall als willkommener Grund zur sofortigen Schließung der Grundschule herhalten muss“, heißt es in dem Schreiben an die Gemeinde. Dadurch habe „das politische Ansehen des Ortsrates bereits gelitten, und sein Verhalten trägt zur Politikverdrossenheit in der Grohnder Bevölkerung bei“.

Horst Missal erinnert gegenüber unserer Zeitung daran, dass die Situation im Orte hohe Wellen schlage, sogar die Kirchengemeinde sich zu Wort melde. Pastor Simon Pabst hatte im Pfarrbrief die Situation als unbefriedigend bezeichnet und befürchtet, dass wohl „energischer Einsatz gefragt sein wird“, damit die Aula vom Schimmel befreit und zur Nutzung freigegeben werden könne. Missal: Daraus lasse sich ersehen, wie „groß die Solidarität für den Erhalt unserer Grundschule in Grohnde ist“.

Ohne bislang einen Termin nennen zu können, kündigte Bürgermeister Grossmann an, dass sich der Ortsrat noch mit den Vereinsräumen in der Schule befassen werde. Bislang sei keine Sitzung notwendig gewesen, „da es noch nichts zu sagen gab, außer, dass es eine Prüfung durch einen Gutachter geben wird“, meinte er. Das sei aber schon im Bauausschuss mitgeteilt worden.

Grossmann sichert

Vereinen Hilfe zu

Außerdem machte er deutlich, dass der Raum saniert werde, egal, was mit der Schule passiere. Derzeit sei das Thema Schulschließung aber nicht aktuell. „Sollte es aber zu einer Schließung des Schulstandortes kommen, muss man sich für die Dorfgemeinschaft Alternativen überlegen“, sagte der Bürgermeister gegenüber unserer Zeitung. „Selbstverständlich darf das nicht dazu führen, die Aktivitäten der Dorfgemeinschaft kaputtzumachen.“

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare